Schlägerei eskaliert: Polizist muss in seiner Freizeit Dienstwaffe ziehen

14. März 2018 um 15:35 Uhr

Schlägerei eskaliert: Polizist muss in seiner Freizeit Dienstwaffe ziehenAm vergangenen Samstagabend war eine Schlägerei in Herne (Nordrhein-Westfalen) derart eskaliert, dass ein Polizist in Freizeit seine Dienstwaffe ziehen musste.

Auf dem Robert-Brauner-Platz kam es am Samstagabend gegen 21:45 Uhr zu Streitigkeiten zwischen zwei 19-jährigen Frauen. Der Streit drohte zu eskalieren und die 36-Jährige Mutter einer der “Kampfhennen” wollte dazwischen gehen, kassierte dafür aber einen Faustschlag ins Gesicht.

Nun schalteten sich auch die zwei Begleiter der 36-Jährigen ein, beides Polizisten in ihrer Freizeit. Sie versuchten die Situation zu beruhigen. Doch plötzlich meinten nun die Begleiter der 19-Jährigen, 15 und 20 Jahre alt, sich einmischen zu müssen. Der 20-Jährige bedrohte die Anwesenden mit einem abgebrochenen Flaschenhals.

Der 42-Jährige Polizist versuchte den jungen Mann zu entwaffnen, stürzte aber bei dem Gerangel zu Boden. Der 20-Jährige schlug auf den am Boden liegenden Beamten ein. Als plötzlich der 15-Jährige ein Messer zog, gab sich der 42-Jährige als Polizist zu erkennen und forderte die Kontrahenten auf die Bewaffnung fallen zu lassen.

Jedoch kamen die zwei Männer der Aufforderung nicht nach, woraufhin der Kollege seine Dienstwaffe ziehen musste um die aggressiven Männer in Schach zu halten bis die angeforderte Unterstützung der Polizei Herne eintraf. Mittlerweile gesellten sich auch Schaulustige von der nahe gelegenen Kirmes dazu und trugen nicht gerade zur Beruhigung der Situation bei.

Die drei Tatverdächtigen wurden mit zur Polizeiwache genommen und nach Abschluss der Maßnahmen wieder entlassen. Einzig die 19-jährige Herner Schlägerin hatte Alkohol zu sich genommen. Das Messer und die abgeschlagene Flasche wurden sichergestellt.

Die Tatverdächtigen erwarten Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, Körperverletzung und Bedrohung. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dazu dauern noch an

Wie schnell so ein Streit doch aus unerfindlichen Gründen eskalieren kann. Wir mögen uns nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn der Kollege in Freizeit seine Dienstwaffe nicht dabei gehabt hätte.