Wochenende gewaltsam: Vier Polizisten verletzt

12. März 2018 um 20:43 Uhr

Wochenende gewaltsam: Vier Polizisten verletztDas vergangene Wochenende hat mal wieder gezeigt, wie gewaltbereit das polizeiliche Gegenüber sein kann. Von Gewissen, Respekt und Anstand keine Spur. Es ging nur um den eigenen Vorteile oder darum, gegen die Polizei zu sein. Hier eine Auswahl:

Mehrere Verletzte in Nürnberg

In der Nacht von Freitag auf Samstag hatte das Polizeipräsidium Mittelfranken bei zwei Einsätzen gleich mehrere verletzte Polizisten zu beklagen. Beim ersten Einsatz wurden mehrere Streifenwagenbesatzungen zu einer Diskothek entsandt. Dort soll es zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen rund 60 Personen gekommen sein.

Die eingesetzten Polizisten der Polizeiinspektion Nürnberg-Ost konnten durch massiven Auftreten die erhitzten Gemüter beruhigen und schlimmeres verhindern. Ein Polizist wurde jedoch durch einen hinterhältigen Angriff verletzt.

Die Streife befand sich gegen 00:30 Uhr im Bereich der Martinstr., wo ein Unbekannter einen Stein auf die Polizisten warf und einen Beamten hinten am Kopf traf. Der Polizist wurde in ein Krankenhaus gebracht und ist bis auf weiteres nicht mehr dienstfähig. Der Grund für diesen hinterhältigen Angriff ist nicht bekannt.

Bei einem weiteren Einsatz wurden in Schwabach zwei Polizisten verletzt. Gegen 22:30 Uhr erhielt die Leitstelle eine Mitteilung über vier randalierende Jugendliche an einer Haltestelle der S-Bahn. Eine Streife der Schwabacher Polizeiinspektion fuhr zum Einsatzort.

Die Beamten fanden die vier Jugendlichen auch vor, die von Anfang an auf Krawall gebürstet waren. Zunächst verweigerten sie Angaben zu ihrer Identität zu machen und wollten auch ihre Ausweispapiere nicht heraus rücken.

Während der Kontrolle griffen die jungen Gewalttäter den Polizisten gezielt durch Faustschläge gegen den Kopf an. Ein 18-Jähriger versetzte dem Beamten sogar einen Kopfstoß. Im anschließenden Handgemenge während der Festnahme kam seine Kollegin zu Fall und erlitt eine Rücken- und Steißprellung.

Erst nach Eintreffen von Unterstützungskräften konnte die Situation bereinigt und die vier jungen Gewalttäter im Alter von 16 bis 18 Jahren festgenommen werden. Es handelt sich bei ihnen um arabisch aussehende Personen, die eine Gemeinschaftsunterkunft bewohnen.

Beide verletzte Polizisten mussten sich in ärztliche Behandlung begeben und den Dienst vorzeitig beenden. Auch sie sind bis auf weiteres nicht mehr dienstfähig.

Unvermittelter Angriff auf Münchner Polizeiwache

Ein Mann war in der Nacht zum Sonntag gegen 00:10 Uhr bei der Polizeiinspektion 11 (Altstadt) vorstellig geworden. Da es für die Polizisten jedoch keinen offensichtlichen Anlass gab, baten sie den 23-Jährigen, die Wache wieder zu verlassen. Das war jedoch gar nicht im Sinne des Mannes und er fing an die Beamten zu beleidigen.

Einem Polizisten schlug er unvermittelt mit der Faust ins Gesicht, so dass er von den Beamten zu Boden gebracht und in Gewahrsam genommen werden musste. Der 35-jährige Polizist wurde leicht verletzt und musste sich in medizinische Behandlung begeben.

Im Gewahrsam verschlechterte sich er Gesundheitszustand des Angreifers, so dass er durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden musste.

Polizist bei Verfolgung schwer verletzt

In Harsleben (Sachsen-Anhalt) war der Polizei am Sonntagmittag ein Einbruch in einen Baustellencontainer gemeldet worden. Als die Streife am Einsatzort eintraf, wollten die beiden Täter flüchten. Einer von ihnen stieg in einem Jeep ein, an dem ein Anhänger angehängt war.

Als die Beamten den Jeep stoppen wollten, wurde einer der Polizisten zwischen Jeep und Anhänger eingeklemmt. Der 23-jährige Polizist erlitt Knochenbrüche in der Hand und eine Quetschung des Unterarms. Er kam in stationäre Behandlung in ein Krankenhaus.

Mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers und eines Diensthundes gelang es den Einsatzkräften beide Täter festzunehmen. Der Jeepfahrer stand unter Drogeneinfluss, das Fahrzeug war nicht angemeldet, die angebrachten Kennzeichen waren falsch und der Fahrer war nicht im Besitz eines Führerscheins.

Ob die beiden polizeibekannten Täter auch für einen weiteren Einbruch in Betracht kommen wird derzeit geprüft.

Flaschen- und Bengalobewurf durch “Fußballfans” in Hamburg

Am Samstag kam es nach einem Fußballspiel in Hamburg zu einem unangemeldeten Aufzug durch “Fans” des Clubs FC. St. Pauli, bei dem die Einsatzkräfte massiv mit Flaschen und Bengalos beworfen wurden.

Auch wenn der Aufzug nicht angemeldet war, wurde eine Marschroute durch die Polizei zugelassen. Während des Aufzugs herrschte laut Polizeibericht eine aggressive Grundstimmung und von den Aufzugsteilnehmern wurden gegenüber den Polizeikräften immer wieder die polizeilichen Maßnahmen während des Einsatzes zum G20-Gipfel thematisiert. Einen erkennbaren Fußballbezug gab es also nicht.

Wegen des anhaltenden Bewurfs mussten die Polizisten Pfefferspray und Schlagstöcke einsetzen. Ob auf Seiten der Polizei Verletzte zu beklagen waren, ist dem Polizeibericht nicht zu entnehmen.

Wir wünschen allen verletzten Kollegen eine schnelle und vollständige Genesung!