Bis nach Hause verfolgt und auf den Beruf reduziert

10. April 2018 at 20:44

Bis nach Hause verfolgt und auf den Beruf reduziertKollege Johnny hat uns Bild und Text zur Verfügung gestellt:

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“Meinungskundgabe? Ja bitte, aber dann richtig!

Wo jeder über den Montag schimpft, weil er wieder arbeiten muss, hatte ich Gott sei Dank frei 😀 Trotzdem endete der Tag nicht ganz so, wie ich mir das vorgestellt habe.

Als ich heute heimkam, fand ich diese „Liebeserklärung“ an meinem Briefkasten.

Ich verstehe die Leute, die eventuell nicht ganz so Dicke mit der Polizei sind… vielleicht haben sie tatsächlich schon einmal negative Erfahrungen gemacht? Auch jeder Polizist ist nur ein Mensch – kein besserer oder schlechterer als jeder andere – und auch wir können mal einen schlechten Tag haben.

Das sollte der „Kunde“ zwar nicht unbedingt abbekommen, aber manchmal lässt sich die persönliche Gefühlslage nur schlecht im Griff halten. Bestimmt gibt es auch bei uns schwarze Schafe. Und trotzdem finde ich es schade, das dass einzige, auf das mich dieser „Künstler“ reduziert, mein Beruf ist? Er kennt mich vermutlich nicht mal persönlich – er weiß nichts über die Person hinter der Uniform!

Und mal ganz blöd gefragt? Der Gedankengang des „Künstlers“ würde mich interessieren? Denkt er sich – ach, bevor er vergisst mit was er sein Geld heimbringt, schreib ich ihm das lieber mal auf den Briefkasten?! Oder möchte er meine Nachbarschaft vor mir warnen? Man weiß es nicht!

Auf jeden Fall finde ich es schade, dass dieser Beruf, welchen ich jeden Tag aufs neue gerne ausübe, so manchem wohl ziemlich missfällt!

Habt ihr denn schon mal privat Probleme mit eurem Beruf oder Hobby bekommen?”

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Der Kollege ist uns namentlich bekannt.