Er sollte eigentlich die Dienststelle putzen: Reinigungskraft landet in der Zelle

22. April 2018 um 09:34 Uhr

Er sollte eigentlich die Dienststelle putzen: Reinigungskraft landet in der ZelleKurios fanden auch die involvierten Kollegen diesen Fall, in mehrfacher Hinsicht. Doch das Leben schreibt meist die interessantesten Geschichten.

Ein 22-Jähriger sollte nach Sanierungsarbeiten die Wache in Lohr am Main (Bayern) vom Bauschmutz befreien. Routinemäßig überprüften die Polizisten erst einmal seine Personalien, bevor er mit seiner Arbeit im sicherheitssensiblen Bereich beginnen durfte.

In der Ansicht, dass hierbei nichts unliebsames auftauchen würde, mussten sich beide Seiten die Augen reiben. Denn für die Reinigungskraft bestand ein Haftbefehl. Der Mann hatte nach einem Ladendiebstahl die Geldstrafe in Höhe von 150 Euro nicht bezahlt, so dass von der Staatsanwaltschaft ein Haftbefehl beantragt und vom Amtsgericht erlassen wurde.

So schlossen die Beamten den Mann erst einmal in eine Zelle, aus der ihn sein Chef allerdings befreite, indem er die Geldstrafe bei der Polizei hinterlegte.

“Normalerweise geht keiner freiwillig zur Polizei, wenn ein Haftbefehl gegen ihn vorliegt”, heißt es von einem Polizeisprecher. Ob der 22-Jährige nach erlangter Freiheit seinem eigentlichen Auftrag nachkam ist nicht bekannt.