Falle Englischer Garten: Schlägereien vorgetäuscht, um sich mit Polizisten zu schlagen und Feuerwehrleute anzugreifen

24. April 2018 um 21:07 Uhr

Falle Englischer Garten: Schlägereien vorgetäuscht, um sich mit Polizisten zu schlagen und Feuerwehrleute anzugreifenManchmal fragt man sich, wie tief manche Teile der Gesellschaft noch sinken können. Ist es die sogenannte Spaßgesellschaft, die Einsätze der Polizei und der Feuerwehr provoziert, und das ohne reellen Hintergrund? Für die Einsatzkräfte dürfte klar sein: Hier hört der Spaß endgültig auf!

Nachdem der Englische Garten in München (Bayern) bereits vorvergangenes Wochenende für Schlagzeilen sorgte, weil eine Facebookparty aus dem Ruder gelaufen war, kam es am vergangenen Wochenende abermals zu Zwischenfällen. Das Perfide vom Samstag: Polizisten und Feuerwehrleute wurden gleichermaßen unter falschen Vorwand in die Falle gelockt.

Mehrfach erhielt die Polizei München Notrufe darüber, dass größere Schlägereien im Englischen Garten im Gange seien. Immer wieder rückten die Polizisten an und konnte teils keine Schlägerei feststellen. Ok, hat sich wohl erledigt, könnte man meinen. Doch die Beamten hörten verschiedene Male von den Besuchern, dass man warten wolle, bis die Polizisten da seien, um sich mit ihnen zu schlagen.

Auch verabredete Schaukämpfe waren zu beobachten. Die Situation erschien aufgeheizt und sie entlud sich auch später – und zwar ausgerechnet gegenüber den Rettern und Helfern. Denn es wurde eine angebliche Reanimation gemeldet, die sich beim Eintreffen der Rettungskräfte als Alkoholvergiftung heraus stellte.

Während der Rettungsdienst der Feuerwehr an der Person zugange war und im Rettungswagen versorgte, stiegen Besucher des Englischen Gartens immer wieder auf den Rettungswagen und rüttelten von allen Seiten am Fahrzeug. Dies musste von der Besatzung eines Hilfeleistungslöschfahrzeugs unterbunden werden, als sie selbst zur Zielscheibe wurden.

Das Feuerwehrfahrzeug wurden ebenso bestiegen, die Rollokästen geöffnet. Auch hier musste sich die Kameraden der Feuerwehr zur Wehr setzen. Als der Rettungswagen in Richtung Krankenhaus losfahren wollte, wurden die Retter und Helfer immer mehr bedrängt, es hagelte Beleidigungen. Dann schließlich flogen Flaschen in Richtung der Rettungs- und Feuerwehrkräfte, so dass starke Polizeikräfte hinzu gezogen werden mussten.

Laut Polizei waren 100 Polizeibeamte notwendig, um die Situation wieder zu beruhigen. Verletzte gab es offenbar unter den Einsatzkräften keine.