Leserbrief: Wenn Polizei und Sozialarbeiterin Hand in Hand arbeiten

7. April 2018 at 17:53

Leserbrief: Wenn Polizei und Sozialarbeiterin Hand in Hand arbeitenVor einer Wochen veröffentlichten wir den Erfahrungsbericht eines Kollegen, der von einem belastenden Einsatz erzählte, bei dem zwei Kinder und ihre Mutter sich in einer Notsituation befanden und das Leben nicht mehr im Griff hatten.

Als Antwort darauf erhielten wir die folgende Zuschrift:

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“Zu der Geschichte mit der Frau und ihren 2 Kindern in der verwahrlosten Wohnung.

Ich habe 4 Jahre lang als Bezirkssozialarbeiterin beim Jugendamt gearbeitet. Ich kam in eine ähnliche Situation. Nur dass ich in dem Fall als erste Vorort war und die Kollegen von der Polizei rufen musste (Amtshilfe).

Ich bin so dankbar für die zutiefst empathische, menschliche Art der beiden Beamten, die kamen. Situationen, in denen Eltern Angst davor haben, ihre Kinder weggenommen zu bekommen sind hochgefährlich. Wenn Polizei und Sozialarbeiterin aber Hand in Hand daran arbeiten, den Betroffenen ihren Hilfebedarf aufzuzeigen, kann ganz viel Traumatisierung von den Kindern abgewendet werden.

Eure Kolleg*innen verändern das Leben dieser Kinder. Und sie geben uns Sozialarbeiter*innen die Kraft, weiter zu machen. Hand in Hand! Es sagt mir: irgendwas machen wir alle richtig.

(In meinem Fall fand sich eine gute, familieninterne Lösung, wenn es auch nicht die von der Mutter primär gewünschte war)

Lieben Gruß”

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Die Autorin ist uns namentlich bekannt, möchte jedoch anonym bleiben.