Nicht zu fassen: Retter angegriffen, Polizisten müssen einschreiten

28. April 2018 um 17:19 Uhr

Nicht zu fassen: Retter angegriffen, Polizisten müssen einschreitenEs ist einfach nicht zufassen, wie jemand Rettungskräfte angreift, völlig ohne Grund und ohne irgendwie in Beziehung zum Rettungseinsatz zu stehen. Doch genau das ist Rettungskräften in Nürnberg (Bayern) geschehen. Sie wurden beleidigt, geschlagen, womöglich sogar bestohlen und der Rettungswagen wurde beschädigt.

Gestern Abend befanden sich Rettungskräfte inklusive Notarzt in Nürnberg bei einem Einsatz. Eine Person klagte über akute Atemnot und so hatten die Retter alle Hände voll zu tun, als ein 17-jähriger ohne erkennbaren Grund diese zunächst verbal angriff. Anschließend rief er ein paar Bekannte herbei und zu dritt griffen sie dann die Rettungskräfte auch tätlich an.

Die drei jungen Männer im Alter von 16 bis 18 Jahren schlugen auf den Notarzt ein und schubsten die Sanitäter zur Seite. Dann warfen sie zwei Glasflaschen in Richtung der Rettungskräfte und verfehlten sie nur knapp.

Der Älteste unter ihnen schlug mit der Faust eine Delle in die Tür des Rettungswagens und kam sogar kurzzeitig in den Besitz des Mobiltelefons des Notarztes. Wie dies geschah muss noch ermittelt werden. Verletzt wurde glücklicher Weise niemand.

Zwischenzeitlich war die Polizei alarmiert worden und mehrere Polizeikräfte, einschließlich Beamte des Unterstützungskommandos (USK) befanden sich in der Fahndung nach den Gewalttätern. Diese konnten nach kurzer Fahndung auch gestellt und in Gewahrsam genommen werden. Auch zwei jugendliche Mädchen wurden in diesem Zusammenhang in Gewahrsam genommen.

Die jungen Gewalttäter standen unter dem Einfluss von Alkohol und wurde nach Abschluss der Maßnahmen den Erziehungsberechtigten übergeben. Gegen sie wird nun wegen tätlichen Angriffs auf Rettungskräfte, gemeinschädlicher Sachbeschädigung, versuchter gefährlicher Körperverletzung und versuchten Diebstahls ermittelt.