Blinder Passagier: Samtpfote steigt unbemerkt in Streifenwagen ein und fährt 70 km mit

26. Mai 2018 um 10:39 Uhr

Blinder Passagier: Samtpfote  steigt unbemerkt in Streifenwagen  ein und fährt 70 km mit

Bild: Polizeiinspektion Cochem

Eher selten kommt es vor, dass jemand freiwillig in einen Streifenwagen einsteigt. Noch seltener geschieht dies völlig unbemerkt von der Streifenwagenbesatzung. Doch genau dies ist nun einer Streife passiert und sorgte für eine Überraschung.

Eine Streife der Polizei Cochem (Rheinland-Pfalz) war in der vergangenen Nacht im Bereich Ulmen bei einem Nachbarschaftsstreit eingesetzt. Vermutlich hier stieg im Schutze der Dunkelheit eine kleine schwarze Katze in den Streifenwagen ein und ließ sich unbemerkt von den Polizisten auf der Rückbank nieder.

Von Ulmen aus wurde die Streife zu einem weiteren Einsatz beordert und die Fahrt führte die Mosel entlang bis in den Hunsrück. Nachdem auch dieser Einsatz abgeschlossen war, bemerkten die Beamten auf der Rückfahrt einen unangenehmen Geruch, der sich im Polizeifahrzeug breit machte.

Auf der Dienststelle angekommen, entdeckten die Polizisten nicht nur den blinden Passagier, sondern auch die Quelle des üblen Geruchs. Mangels anderer Alternativen hatte das kleine Kätzchen die Dienstmütze eines Kollegen als Katzentoilette benutzt und dort ihr großes Geschäft hinterlassen.

Die Polizisten entschlossen sich kurzer Hand, die Samtpfote wieder zurück zu fahren, wo sie scheinbar eingestiegen war. Auf der Fahrt dorthin schlief die Katze tief und fest auf der Rückbank. Doch plötzlich sprang das zuvor noch schlafend gewähnte Tier zwischen den Polizisten auf die Mittelkonsole und sorgte so für einen “Hallo wach”-Moment bei diesen.

Der Polizeibericht schließt wie folgt:

“Ob die Miezekatze der vorangegangenen Streitsituation entfliehen oder einfach nur eine Spritztour mit der Polizei machen wollte, konnte ihr nicht entlockt werden.”

Damit bewahrheitet sich das Sprichwort: “Nachts sind alle Katzen grau.” Die Dienstmütze des Kollegen dürfte nun sicher eine sehr intensive Reinigung erfahren

Bild: Polizeiinspektion Cochem