Dümmer als die Polizei erlaubt: Wegen Handy am Steuer Polizei übersehen

20. Mai 2018 um 11:32 Uhr

Dümmer als die Polizei erlaubt: Wegen Handy am Steuer Polizei übersehenEs dürfte mittlerweile Allgemeinwissen sein, dass man hinterm Steuer das Handy am Besten nicht in die Hand nimmt, geschweige denn damit Anrufe tätigt oder Nachrichten schreibt, wenn er dafür das Handy in der Hand halten muss. Wer das tut, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern – und das ist viel schlimmer – auch andere! Wie sehr man dadurch abgelenkt ist, zeigt der folgende Vorfall.

Ein Autofahrer war einer Streife der Autobahnpolizei Gau-Bickelheim (Rheinland-Pfalz) aufgefallen, als dieser im Kreisverkehr fast die Ausfahrt zur A61 verpasste und dann ohne zu blinken und auffallend langsam auf die Autobahn auffuhr. Für die Polizisten war klar: Das müssen wir kontrollieren.

Und sie lagen richtig mit ihrer Vermutung, denn der Grund für diese Fahrweise wurde ganz offensichtlich, als sie den Autofahrer überholten. Der Mann war sehr intensiv mit seinem Handy beschäftigt und hatte weder Augen, noch Ohren für das, was um ihn herum geschah. Das sollten dann auch die beiden Streifenbeamten feststellen.

Zu ihrer Überraschung ignorierte der Autofahrer nicht nur die Anhalteaufforderung, sondern er überholte auch noch schön gemächlich das Polizeifahrzeug. Die Streife musste ihrerseits noch einmal den Autofahrer überholen und erst jetzt bemerkte dieser die Weisungen, die ihm die Polizisten gaben.

Bei der anschließenden Verkehrskontrolle war der 45-jährige Autofahrer dann auch völlig perplex und entschuldigte sich bei den Beamten zwar wahrheitsgemäß, aber ohne darüber nachzudenken, für sein Fahrverhalten, da er mit seinem Smartphone beschäftigt gewesen sei. Um dem Ganzen noch die Spitze zu geben, gab der Autofahrer an, weder etwas von einem Handyverbot am Steuer zu wissen, noch die offensichtliche Gefährlichkeit seines Verhaltens wahrhaben zu wollen.

Der 45-Jährige bekam (für uns wenig überraschend) eine Ordnungswidrigkeitenanzeige, die ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro, plus Verwaltungskosten, plus 1 Punkt in der Verkehrssünderdatei in Flensburg, nach sich ziehen wird.

Ohne Worte…