Gedroht, geschlagen, gebissen, beleidigt: Fremdenfeindlicher landet im Polizeigewahrsam

16. Mai 2018 um 17:54 Uhr

Gedroht, geschlagen, gebissen, beleidigt: Fremdenfeindlicher landet im PolizeigewahrsamAlkohol vernebelt die Sinne, das erleben wir im Dienst leider täglich. So erging es auch den Kollegen in Dortmund (Nordrhein-Westfalen), die auf einen “schlimmen Finger” trafen.

Die Beamten hatten es mit einem Mann zu tun, dessen verbale und körperliche Auswüchse nur auf die oben angesprochenen vernebelten Sinne durch Alkohol erklärbar werden.

Ein 34-Jähriger wollte seine 21-Jährige Freundin abholen, als er plötzlich von einem 38-Jährigen angepöbelt und mit einem Messer bedroht wurde. Der Angegriffene wollte der Klügere sein und versuchte sich der Attacke durch Rückzug zu entziehen. Doch selbst auf der Straße ging es weiter. Der 38-Jährige steckte zwar sein Messer weg, drohte aber dem 34-Jährigen mit Prügel.

Mittlerweile bekam auch die Freundin des 34-Jährigen die Streitigkeiten mit und wollte den Randalierer zur Rede stellen. Es folgten fremdenfeindliche Beleidigungen, das zeigen des Hitlergrußes und das Andeuten des entsprechenden Bartes. Doch damit nicht genug, der Angreifer ohrfeigte die 21-Jährige.

Daraufhin informierte die junge Frau die Kollegen. Als diese am Einsatzort eintrafen forderten die Beamten unter Vorhalt der Schusswaffe den 38-Jährigen auf, sich an die Wand zu stellen um ihn durchsuchen zu können. Das Messer konnte sichergestellt und der Mann festgenommen werden.

Doch mit der Festnahme war der Randalierer nicht einverstanden und wehrte sich durch Tritte, Sperren, Beißen und Kopfstößen in Richtung der Polizisten. Auch verbal hielt sich der 38-Jährige nicht zurück und beleidigte die Beamten mit Schimpfwörtern aller Kategorien.

Das Ende vom Lied: Eine Nacht im Gewahrsam der Polizei bis zur vollständigen Entemotionalisierung und zumindest teilweisen Ausnüchterung. Die vollständige Ausnüchterung dürfte allerdings länger dauern bei einem Wert von annähernd 2,5 Promille… Die Ermittlungen, auch durch den polizeilichen Staatsschutz, dauern an.

Gut, dass die Kollegen und auch die beiden Angegriffenen nicht ernsthaft verletzt wurden. Wir mögen uns nicht ausmalen was passiert wäre, wenn der 38-Jährige zugestochen hätte.