Lebensrettung durch Schusswaffengebrauch: Polizisten schießen Mann Messer aus der Hand, mit dem er sich am Hals selbst verletzte

17. Mai 2018 um 20:49 Uhr

Lebensrettung durch Schusswaffengebrauch: Polizisten schießen Mann Messer aus der Hand, mit dem er sich am Hals selbst verletzteJemandem durch den Gebrauch der Schusswaffe das Leben zu retten, hört sich im ersten Moment unglaublich an. Doch in diesem Fall war es die einzige Option, die Gefahr zu bannen und zu verhindern, dass der Mann sich weiter selbst verletzte und womöglich schlimmere Verletzungen entstehen konnten. Am Ende ging die Sache gut aus.

Gestern Morgen gegen 09:30 Uhr war eine Streife in St. Georgen am Kreischberg (Steiermark, Österreich) unterwegs zu einem Auftrag in anderer Sache. Auf dem Weg dorthin fiel den Polizisten ein Fahrzeug auf, welches dort am Fahrbahnrand stand und dessen Fahrer offenbar Hilfe benötigte. Die Beamten hielten das Polizeifahrzeug an und schauten nach dem Mann.

Bei dem 54-jährigen Fahrer konnte eindeutig eine Alkoholisierung festgestellt werden und ein Alkoholtest ergab auch einen deutlich zu hohen Alkoholspiegel. Während einer der Beamten sich kurz zum Streifenwagen begab und der andere beim Autofahrer blieb, zog der 54-Jährige plötzlich ein Messer und begann damit, sich selbst im Halsbereich zu verletzen.

Geistesgegenwärtig zog der am Fahrzeug verbliebene Polizist das Pfefferspray, doch das zeigte bei dem Fahrer keine Wirkung. Auch der nun zurück geeilte zweite Polizist setzte das Pfefferspray gegen den Fahrer ein, aber auch dies blieb völlig wirkungsfrei.

Da es nun keine andere Option mehr gab und der Fahrer daran gehindert werden musste sich weiter am Hals zu verletzen, zog einer der Polizisten seine Dienstwaffe und schoss aus nächster Nähe mit einem gezielten Schuss auf die Hand, die das Messer hielt. Durch die Schussverletzung im Unterarm ließ der Autofahrer das Messer fallen.

Dann komplementierten die Beamten den Mann aus seinem Wagen und leisteten Erste Hilfe, bis die mittlerweile verständigte Rettung eingetroffen war. Nach notärztlicher Erstversorgung kam der 54-Jährige in ein Krankenhaus. Sowohl die Schnittverletzungen, als auch die Schusswunde, führten nach ersten Ermittlungen nicht zu einer Lebensgefahr.

Alle Achtung, liebe Kollegen! Das war eine sehr schwierige Entscheidung, die zum Glück zum gewünschten Erfolg geführt hat. Wir hoffen, dass ihr den Vorfall gut verarbeitet bekommt und man euch entsprechende Hilfe zukommen lässt.