Leserbrief von Carsten: Mein Bruder, der Polizist – Unsere Polizisten brauchen unsere Hilfe!

27. Mai 2018 um 20:44 Uhr

Leserbrief von Carsten: Mein Bruder, der Polizist - Unsere Polizisten brauchen unsere Hilfe!

“Zu allererst möchte ich mich bei allen Polizisten für ihren Dienst bedanken! Ihr seid 365 Tage, 24 Stunden, 7 Tage die Woche für uns da. Dafür habt ihr meinen allergrößten Respekt.

Ich habe in den letzten Wochen fassungslos die Berichte über Angriffe auf Polizisten verfolgt. Es macht mich wütend, dass die Politik unsere Freunde und Helfer so im Stich lässt. Es macht mich wütend, dass insbesondere Extremisten ihren Hass auf den Staat an den Menschen auslassen, die täglich für unsere Sicherheit sorgen.

Dass Angriffe auf Polizisten vorkommen und diese klein geredet werden ist schon ein Armutszeugnis für unsere Politiker und auch teilweise für unsere Gesellschaft. Der Staat muss hier und jetzt handeln! Es darf und kann nicht mehr sein, dass wir alle dies tolerieren.

Wir, die Gesellschaft, die Bürger dieses Landes, müssen uns eindeutig zu unserer Polizei bekennen, ihnen den Rücken stärken. Denn die Politik hat dazu nicht den Arsch in der Hose. Wir sind gefragt, wir können diese Umstände so nicht mehr tolerieren.

Mein Bruder ist Polizist in NRW. Ihm wurden in nur einem Jahr, mehrfach die Reifen zerstochen, Radmuttern gelöst und das Auto beschmiert. Seinen Kollegen geht es nicht anders. Es werden Angriffe auf Privat-PKW der Polizisten gestartet um sie einzuschüchtern. Es gibt Fälle, wo Polizisten bis nach Hause verfolgt werden um später solche Angriffe auf die Familien der Beamten zu starten.

Die Medien berichten davon wenig. Es wird Zeit, dass wir Angehörigen die Klappe aufmachen, denn es sind unsere Liebsten die hier in Gefahr gebracht werden und keinen interessiert es von oben. Politiker verurteilen diese Gewalt und was passiert? Nichts, Nada – und das ist nicht mehr hinnehmbar.

Mein Bruder fährt täglich eine andere Strecke zur Dienststelle und auf dem Heimweg dasselbe… Ich möchte nicht wissen, wie viele seiner Kollegen dies auch tun. Er wurde schon verfolgt und seither spielt er Hase. Nicht aus Angst, denn ich weiß, er würde sich seinen Verfolgern stellen, sondern aus Vorsicht wegen seinen Freunden und Angehörigen. Er will sein Umfeld schützen.

Ich habe mehrere Brandbriefe verfasst und diese mittlerweile auch verschickt. Sie gehen unter anderem an die Innenminister sämtlicher Bundesländer, an unseren Bundespräsidenten und auch an die Kanzlerin. Wir, das Volk, sollten diese Stellen mit Post überschütten. Freunde von mir wollen eine Demo gegen Gewalt an Polizisten organisieren.

Unsere Polizisten brauchen unsere Hilfe!!

Lasst uns gemeinsam aufstehen und jegliche Form des Extremismus und der Gewalt gegen Einsatzkräfte verurteilen. Aber vor allem gegen die unterschätzte linke Gewalt. Jeder dürfte die Bilder von Hamburg noch vor sich sehen, als Extremisten Fahrzeuge von Bürgern angezündet haben. In Berlin brennt bald jede Nacht ein Fahrzeug. Steine werden dort feige von Häusern auf die Polizisten geworfen.

Es ist diesen “Menschen” egal ob sie dabei auch andere Menschen verletzen. Sie wollen ihren Hass ausleben.

Aber dass wir Bürger Euch mittlerweile richtig satt haben, das bleibt Euch noch verborgen. So sieht es jedenfalls aus. Ihr gehört nicht zu dieser Gesellschaft. Ihr seid wie die Rechtsextremisten.

Eins noch… Ich kann dieses Relativieren Eurer Gewalt nicht mehr hören. “Rechte zünden Flüchtlingsheime an, es gab mehr Tote durch Rechtsextremisten.”

Ihr zündet den PKW der alten Oma an, Ihr zündet den PKW einer Pflegekraft an, Ihr schmeißt Steine, Böller und viele andere Gegenstände auf Menschen und Ihr wollt besser sein als die Rechten? Durch eure Hände werden weitere Menschen sterben, wenn Ihr nicht jetzt gestoppt werdet.

Ich bin so unglaublich wütend!”

——————-

Der Autor ist uns namentlich bekannt. Der Leserbrief gibt die persönliche Meinung des Autors wieder, die wir uns alleine auf Grund der Veröffentlichung nicht zwangsläufig zu eigen machen.