Polizisten retten Hunde aus überhitzten Fahrzeugen

28. Mai 2018 um 17:54 Uhr
Polizisten retten Hunde aus überhitzten Fahrzeugen

Bild: Polizeipräsidium Mainz

Hundehalter müssen teilweise Kosten für Einsatz übernehmen

Wie jedes Jahr, wenn es etwas wärmer wird und sich die Fahrzeuge im Innenraum schnell auf über 40 Grad Celsius erhitzen, müssen Polizisten ausrücken, um Tiere vor dem drohenden Hitzetod zu retten. Die Polizeimeldungen häufen sich in den vergangenen Tage mal wieder und wir möchten zwei Beispiele heraus greifen. In einem Fall werden die Kosten dem Hundehalter auferlegt und er darf die von den Beamten eingeschlagene Seitenscheibe selbst ersetzen.

Heute Morgen gegen 10 Uhr wurde die Polizei Mainz (Rheinland-Pfalz) über einen in einem Fahrzeug, bei Außentemperatur von 27 Grad Celsius, eingesperrten Hund informiert. Die ausgerückte Streife konnte diesen auch vorfinden. Obwohl sämtliche Scheiben einen Spalt weit herunter gedreht waren, schien der Hund ganz offensichtlich Probleme mit der Hitze im Fahrzeug zu haben.

Die Polizisten öffneten die Tür und ließen den Hund heraus. Dann nahmen sie ihn mit im klimatisierten Streifenwagen und brachten ihn zur Dienststelle (siehe Bild), wo er später – nicht ohne eine eindringliche Ermahnung – vom Besitzer abgeholt wurde.

Auch in Bingen am Rhein (Rheinland-Pfalz) wurde ein entsprechender Sachverhalt der Polizei gemeldet. Hier herrschten mittlerweile schon 30 Grad Celsius Außentemperatur und die Fellnase befand sich schon seit zwei Stunden in dem Wagen.

Der Hund musste aus dem Fahrzeug befreit werden. Hierzu schlugen die Beamten eine Seitenscheibe ein und gaben dem befreiten Dackel Wasser, von dem er reichlich zu sich nahm, wie die eingesetzte Streife berichtete.

Kurze Zeit später erschien die Hundehalterin, die sich völlig uneinsichtig zeigte. Die Folgen für sie: Eine Anzeige wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, ein defektes Autofenster, für das sie selbst aufkommen und sie muss zudem die Kosten für den Polizeieinsatz übernehmen.