Eile mit Weile: Polizisten in Nordrhein-Westfalen warten auf Spuckhauben

1. Juni 2018 um 15:02 Uhr

Es ist mitunter das widerlichste was uns im Dienst passieren kann: Angespuckt zu werden. Nicht nur der Akt selbst ist schon ekelhaft, auch können damit Krankheitserreger übertragen werden. Leider kommen diese Art der Attacken immer wieder vor. Deshalb fordern Düsseldorfer Polizisten – und nicht nur diese – Spuckhauben.

Wir wissen nie welche Krankheiten unser Gegenüber hat. Es ist nicht schön einige Wochen darauf zu warten, ob man mit Hepatitis oder anderen Krankheiten angesteckt wurde. Denn so lange dauert es, bis die Testergebnisse vorliegen und so lange müssen die Kollegen und ihre Angehörigen auf die Ergebnisse warten.

Doch das Innenministerium in Nordrhein-Westfalen möchte erst die Tests der anderen Bundesländer, die die Spuckhauben bereits eingeführt hatten, abwarten. So gibt es in Rheinland-Pfalz und Hamburg beispielsweise diese Hauben schon, die man den Festgenommenen über den Kopf zieht, sobald sie einmal gespuckt haben.

In NRW hat man ein Hygieneset, das eine Feinstaubmaske beinhaltet. Doch diese kann selbst mit der Schulter ganz leicht abgestreift werden, auch mit angelegten Handschellen. Zudem kann man beim anlegen dieser Maske gebissen werden. Bei der Haube wäre dies nicht möglich, da diese einfach über den Kopf gezogen werden kann und im Nacken mit einem Klettverschluss verschlossen wird.

Und nein, diese Hauben sind nicht aus schwarzem Stoff, sondern durchsichtig. So hätte dies auch keine martialische Wirkung nach außen und derjenige kann immer noch sehen, was um ihn herum geschieht. Es geht hierbei um unseren Selbstschutz!

Wie schon bei den Bodycams, den Tasern und anderen Ausrüstungsgegenständen, die den Kollegen im Streifendienst zugute kommen könnten, muss jedes Land erst einmal abwarten oder eigene Erfahrungen sammeln. Wartezeit zulasten der Praktiker, die sich weiterhin die Anschaffung nur wünschen können.