Gedanken einer Polizistenfrau: Wie es ist, wenn der Papa bei der Hundertschaft ist

10. Juni 2018 um 23:05 Uhr

Gedanken einer Polizistenfrau: Wie es ist, wenn der Papa bei der Hundertschaft ist

“Wir sitzen hier und warten auf Dich. Ich. Ich und unsere Jungs.

Wiedermal wurden freie Tage gestrichen. Und unser geplanter Urlaub “fällt ins Wasser”.

Mittlerweile haben wir alle gelernt damit umzugehen. Unsere eigenen Rituale eingeführt. Papa zur Arbeit bringen und wieder abholen, wenn Du nach deinem Dienst wiederkommst.
Deine Worte “Sonntag kommt ihr mich hier wieder abholen” brennen sich jedes Mal ein. Ich hoffe es. Ich wünsche es mir. Ich bete dafür. Vor jedem Dienst. Vor jeder Demo. Während des ganzen Tages.
Deine Nachrichten während des Dienstes “Mir gehts gut. Macht euch keine Sorgen” erleichtern etwas. Aber was passiert wirklich ?! Wie gehts Dir und Deinen Kollegen wirklich ?! Das werden wir nie erfahren.

Ich bin dankbar für jeden Tag, den du vom Dienst nach Hause kommst.
Die Wochenenden an denen wir Dich freitags gehen lassen und sonntags wieder heile und unversehrt abholen.

Und “Danke” an alle Kollegen/Kolleginnen, denen es genauso geht. Die ihre Familien verlassen, um für die Sicherheit zu Sorgen. Sich bespucken, beschimpfen und bewerfen lassen müssen. – ihr macht jeden Tag einen wunderbaren Job.

Pass (t) auf Dich (euch) auf.
Die Freude auf Dich ist riesig groß & kaum zu beschreiben ❤️”

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Die Autorin ist uns namentlich bekannt, sie möchte anonym bleiben.