Kurioses aus dem Bayernland: Von einem fehlenden Gebiss und anderen Ungereimtheiten

3. Juni 2018 um 11:35 Uhr

Kurioses aus dem Bayernland: Von einem fehlenden Gebiss und anderen UngereimtheitenBei zwei Polizeimeldungen aus Bayern kam uns spontan der Gedanke, ob die reifere Generation dort auf Drogen stehen könnte. Und was hat das Ganze mit einem fehlenden Gebiss zu tun? Beide Meldungen hier nun der Reihe nach:

Polizisten aus Füssen war ein besonders dreister Cannabiszüchter aufgefallen. Für jeden ersichtlich zog dieser auf seinem Balkon eine Hanfplantage auf und das war sehr merkwürdig, ziehen es die Cannabiszüchter doch vor, möglichst unentdeckt zu bleiben. Der Sache mussten die Ermittler nachgehen.

Die Polizisten machten sich auf die Suche nach der Wohnung, in der Ansicht, einen dicken (und zudem dummen) Fisch ans Ermittlerland zu ziehen. Doch was sie fanden erstaunte sie noch mehr. Eine rüstige Rentnerin öffnete die Tür und die 72-Jährige gab freimütig zu, dass sie übrig gebliebenes Vogelfutter regelmäßig in den Blumenkästen auf dem Balkon entsorge.

Das Vogelfutter enthält, was gar nicht unüblich ist, auch Cannabissamen und so konnte die Seniorin sich über 46 prächtig gedeihende Pflanzen erfreuen. Jedoch enthalten diese Pflanzen keinen berauschenden Wirkstoff, so dass es die schmunzelnden Beamten nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft damit bewenden ließen, die Pflanzen zu ernten und anschließend zu entsorgen.

Etwas erstaunlicher war der Fall in Neumarkt in der Oberpfalz. Eine 55-jährige Frau beschwerte sich bei der Polizei darüber, dass sie nach der Rückkehr von einer Feierlichkeit ihr Gebiss nicht mehr finden könne. Ein tatsächlicher Notfall, sei diese Perle der Gesichtsstatik immerhin rund 7.000 Euro wert.

Eine Streife fuhr zur Melderin, um der Sache auf den Grund zu gehen und auch, um die entfleuchten Dritten möglichst wiederzufinden. Die erste Überraschung erwartete die Beamten bereits, als die Mitteilerin ihre Tür öffnete. Süßlicher Geruch drang in die geübten Nasen der Polizisten und so freuten sie sich darüber, bereitwillig Einlass zu erhalten.

Und tatsächlich fanden sie in der Wohnung neben 50 Gramm Marihuana auch noch elf Cannabispflanzen, die in einer Aufzuchtanlage prächtig gediehen. Doch die Einsicht, besser nichts mehr zu sagen, kam bei der Dame zu spät – wenn überhaupt. Sie verriet den Uniformierten, dass sie bei einer Freundin gewesen sei, wo sich ihr Zahnersatz befinden könne.

Die Polizisten suchten nun diese Freundin auf und wurden auch hier erschöpfend fündig. Neben dem vermissten Gebiss, welches dort im Bad in einem Glas ganz alleine vor sich hin schlummerte, fanden die Beamten auch noch geringe Mengen – man glaubt es kaum – Cannabis.

Hoch erfreut dürfte die Mitteilerin über ihren zurück gekehrten Zahnersatz sein. Wie sie auf das reagierte, was ansonsten noch folgend wird, darüber ist nichts überliefert.