Mit schwerem Gerät befreit: Nach Kollision zweier Polizeifahrzeuge auf Einsatzfahrt vier Polizisten teils schwer verletzt

25. Juni 2018 um 18:12 Uhr

Immer wieder kommt es zu Verkehrsunfällen zwischen Polizeifahrzeugen auf Einsatzfahrt und anderen Verkehrsteilnehmern. Die Gefahren, die bei Blaulichtfahrten entstehen und die von beiden Seiten Vorsicht und Rücksicht benötigen, werden oft unterschätzt. Dass aber zwei Polizeifahrzeuge auf einer Einsatzfahrt kollidieren kommt zum Glück nur selten vor.

In der vergangenen Nacht wurde der Leitstelle in Lübeck (Schleswig-Holstein) ein Einbruchalarm in einem Verbrauchermarkt in Stockelsdorf mitgeteilt. Mehrere Streifen wurden daraufhin zum Markt entsandt. Der Einsatz erfuhr eine hohe Dringlichkeit, als Zeugen der Leitstelle mitteilten, dass zwei männliche Personen, die in den Markt eingebrochen seien, sich auf der Flucht befänden.

Auf der dringenden Anfahrt kollidierten schließlich zwei Polizeifahrzeuge 2. Polizeireviers Lübeck auf der Segeberger Straße. Durch den Aufprall blieb der VW Passat auf der Seite liegen, während der Mercedes Vito gegen einen Ampelmast stieß.

Die Streifenwagenbesatzungen beider Fahrzeuge, Polizisten im Alter von 25, 31 und 34 Jahren, sowie eine Polizistin im Alter von 21 Jahren, wurden teils schwer, aber zum Glück nicht lebensgefährlich verletzt. Sie wurden in Lübecker Krankenhäuser gebracht und medizinisch versorgt.

Um die beiden Polizisten im VW Passat, der auf der Seite lag, zu befreien, musste die Feuerwehr schweres Gerät einsetzen und das Fahrzeugdach hydraulisch abtrennen. Wie es zu dem Unfall kam ist Gegenstand der Ermittlungen.

“Zur Abarbeitung des Unfalls waren auch vier Rettungswagen, der leitende Notarzt, zwei Notärzte, der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes und ein Löschfahrzeug eingesetzt”, heißt es weiter im Polizeibericht.

Ohne in diesem Fall eine Wertung vorzunehmen, da wir den Unfallhergang nicht kennen, möchten wir alle Kollegen noch einmal ins Gedächtnis rufen: Besser gesund ankommen, als zu schnell. Denn wie so etwas enden kann, darüber mussten wir leider im April aus Luxemburg berichten.

Wir senden die besten Genesungswünsche an die verletzten Kollegen nach Lübeck!