Nach Ruhestörung Schusswaffengebrauch: Ordnungsamtsmitarbeiter bedroht, Polizisten angegriffen

15. Juni 2018 um 19:49 Uhr

Nach Ruhestörung Schusswaffengebrauch: Ordnungsamtsmitarbeiter bedroht, Polizisten angegriffenIn der vergangenen Nacht ist der Einsatz wegen einer Ruhestörung aus bislang unbekannten Gründen eskaliert. Dabei hat der Vorfall zwei verschiedene Seiten: Auch wenn es unerklärlich ist, wie eine banale Sache derart eskalieren kann und einen Schwerverletzten forderte, kann man dennoch froh sein, dass nicht mehr passiert ist.

Die Stadt Koblenz (Rheinland-Pfalz) wurde über eine Ruhestörung in einer Flüchtlingsunterkunft informiert. Mitarbeiter des zuständigen Ordnungsamtes begaben sich gegen 22 Uhr gestern Abend zur Örtlichkeit.

Dort eingetroffen wurden die beiden kommunalen Vollzugsbeamten von einem Mann mit einem Messer bedroht, woraufhin sie sich mit dem Einsatz des Pfefferspray zur Wehr setzten. Der 27-jährige Angreifer flüchtete und konnte etwas später von mittlerweile alarmierten Polizisten an einer Eisenbahnbrücke gestellt werden.

Laut Staatsanwaltschaft Koblenz soll der vormalige Angreifer, immer noch mit dem Messer bewaffnet, in Richtung des Kopfes eines der Polizisten gestochen haben. Der Beamte wehrte sich und gab daraufhin zwei Schüsse in Richtung der Beine des Angreifers ab. Ein Projektil traf den Angreifer im Unterbauch, der Angriff war damit gestoppt.

Wie es heißt, sei der Zustand des 27-Jährigen kritisch. Er befindet sich in einem Krankenhaus und wurde operiert. Gegen ihn wird nun wegen versuchten Totschlags ermittelt. Gegen den Polizisten, der den Schuss abgab, wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Sollte er in Notwehr gehandelt haben, wird das Verfahren gegen ihn eingestellt. Aus Neutralitätsgründen hat die Kriminalpolizei Mainz die Ermittlungen übernommen.

Wir wünschen den Einsatzkräften von Stadt und Polizei Koblenz eine gute Verarbeitung des Geschehens!