Schon wieder Messerangriff auf Polizisten: Abermals Schusswaffengebrauch

5. Juni 2018 um 17:45 Uhr

Schon wieder Messerangriff auf Polizisten: Abermals SchusswaffengebrauchDie Angriffe mit Messern auf Polizisten – und damit einhergehend der dienstliche Schusswaffengebrauch – scheinen sich in letzter Zeit zu häufen. Zumindest gefühlt lesen wir immer öfter die Berichte der Kollegen über solche Vorfälle.

Erst kürzlich berichteten wir über den Vorfall in Flensburg, bei dem eine junge Polizistin verletzt wurde und sich mittels Schusswaffengebrauch retten musste, am vergangenen Sonntag dann der Vorfall im Berliner Dom, zu dem wir gestern Abend die Gedanken der Frau eines Berliner Polizisten veröffentlichten, und just am selben Tag geschah ein weiterer Messerangriff mit anschließendem Schusswaffengebrauch.

Demnach wurde am vergangenen Sonntag gegen 22:30 Uhr der Polizei Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) eine verdächtige Person gemeldet. Zeugen hatten den Mann dabei beobachtet, wie er sich scheinbar an vor dem Haus abgestellten Fahrzeugen zu schaffen machte.

Die eingesetzte Streife konnte den Mann antreffen. Bei der anschließenden Kontrolle soll sich dieser völlig unkooperativ gezeigt haben. Dann soll er ein etwa 20 cm langes Messer gezogen und den Polizisten gedroht haben: “Ich stech’ Euch alle ab!”

Die Polizisten griffen zur Waffe und drohten den Schusswaffeneinsatz an. Doch das beeindruckte den Angreifer in keinster Weise. Ganz im Gegenteil führte er seinen Angriff fort und ging weiter auf die Polizisten zu. Diese fürchteten um ihr Leben und die Polizistin gab einen gezielten Schuss auf den Oberschenkel des Angreifers ab.

Damit war der Angriff gestoppt und der Mann konnte festgenommen werden. Er kam in ein Krankenhaus, wo er operiert wurde. Lebensgefahr bestand demnach nicht. Die Polizisten blieben körperlich unverletzt, standen aber unter dem Eindruck des Vorfalles.

Die Staatsanwaltschaft Rostock teilte nach den ersten Ermittlungen am gestrigen Montag mit: “Aus meiner Sicht gibt es momentan keine Anhaltspunkte, an der Verhältnismäßigkeit des Schusswaffeneinsatzes zu zweifeln.” Die Polizistin wird psychologisch betreut.

Wir wünschen den Kollegen eine gute Verarbeitung des Vorfalles! Es ist immer eine starke Belastung, wenn man die Waffe gegen Menschen einsetzen muss.