Schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt: Polizist ohne Anlass niedergestochen

12. Juni 2018 um 15:19 Uhr

Schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt: Polizist ohne Anlass niedergestochenSchon wieder gab es einen Messerangriff auf einen Polizisten. Doch diesmal, im Gegensatz zu den anderen Vorfällen in den vergangenen Tagen, geschah dies ohne Anlass und der Beamte hatte keine Chance sich dagegen zu wehren. Die Staatsanwaltschaft geht deshalb von einem heimtückischen Angriff aus.

Wie erst heute bekannt wurde, ist gestern in Trier (Rheinland-Pfalz) ein Polizist von einem Mann mit einem Messer angegriffen worden. Der Beamte stand vor dem alten Polizeipräsidium auf dem Parkplatz vor dem Haupteingang. Der Angreifer näherte sich dem Polizisten und hieb die Klinge eines 18 cm langen Küchenmessers in den Oberkörper des Beamten.

Dann flüchtete der Täter zu Fuß, konnte aber von einem weiteren Polizisten überwältigt und festgenommen werden. Wie es heißt, sei der angegriffene Beamte zwar schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt worden. Laut Leitendem Oberstaatsanwalt Peter Fritzen befände sich der Polizist in ambulanter Behandlung.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand geschah der Angriff unvermittelt und ohne jeden Anlass. Der Polizist hatte keine Chance sich gegen den Angriff zur Wehr zu setzen. Da der Angreifer zumindest den Tod des Polizisten billigend in Kauf nahm, wird derzeit wegen versuchten Mordes ermittelt.

Laut Polizei Trier handelt es sich bei dem Angreifer um einen 23-jährigen Deutschen aus der Region. Während seiner Vernehmung durch die Kriminalpolizei habe er die Tat eingeräumt und angegeben, dass er Stimmen gehört habe, die ihm sagten, dass er von der Polizei verfolgt werde. Inwiefern der Angreifer zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig war, soll ein psychologisches Gutachten klären.

Heute noch soll der Angreifer dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Trier vorgeführt werden. Die Untersuchungshaft wird angestrebt.

Update:
Der Angreifer war vermutlich vermindert schuldfähig und kam daher nicht in Untersuchungshaft, sondern wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Wir senden dem schwer verletzten Kollegen die besten Genesungswünsche nach Trier!