Gedanken eines Polizisten zum Thema “Gewalt gegen Einsatzkräfte”: Der Fall von Ottobrunn – und viele andere Fälle, die unter den Teppich gekehrt werden sollen

1. Juli 2018 um 21:10 Uhr

Gedanken eines Polizisten zum Thema "Gewalt gegen Einsatzkräfte": Der Fall von Ottobrunn - und viele andere Fälle, die unter den Teppich gekehrt werden sollen

“Zu allererst möchte ich die Gewalt, die gegenüber der Notärztin und ihres Fahrers des NEF aufs schärfste verurteilen und die Täter müssen definitiv hart bestraft werden.

Nun zum aber…

In Deutschland kommt es tagtäglich zu Übergriffen auf Rettungskräfte/Einsatzkräfte und dies nicht nur durch ein bestimmtes Klientel.

Alleine im letzten Monat mussten wir zu fünf Attacken gegen Feuerwehr und Rettungssanitätern ausrücken um die Kameraden zu unterstützen. Die Presse verschweigt die meisten Fälle, da man damit ja keine Schlagzeilen produzieren kann.

In vier von den fünf Fällen waren die Täter Deutsche und ja “Biodeutsche”, wie sich so mancher dann gerne ausdrückt. So geht das seit Monaten und Jahren.

Die Medien nutzen die Angst der Bürger um weiter zu schüren und die Deutschen fallen darauf herein. Bemüht doch einfach mal die Googlesuche und sucht direkt nach Angriffen auf Rettungskräfte und ihr werdet mehr als nur einmal fündig, bei denen die Täter Deutsche waren.

Und bitte kommt mir jetzt nicht wieder mit dem Thema, dass wir ja genug eigene Kriminelle haben. Ja die haben wir und dass es auch ein Problem mit Migranten gibt, wissen wir sehr genau und verschweigen es auch nicht.

Aber die Medien stürzen sich geradezu auf diese Fälle und alle anderen Opfer dieser Taten werden verschwiegen, weil die Täter Deutsche waren. Ein Gefühl, dass wir nur ein Problem mit Migranten haben wird geschürt und unterstützt und auch gefördert.

Ich bin nun 27 Jahre Polizist und kenne Rudelbildungen, versuchte Gefangenenbefreiung, Angriffe auf uns und andere Rettungskräfte schon meine ganze Dienstzeit lang. Suggeriert wird jedoch, dass es dies erst seit 2015 in diesem Ausmaß gibt.

Ja die Fälle sind mehr geworden und daran hat die Judikative und auch die Politik ihre Mitschuld. Strafen werden nicht ausgesprochen, die sein müssten. Es kommen öffentlich betroffene Verurteilungen von Taten von oben und was passiert danach? Richtig, nichts!

Wir Polizisten, Rettungskräfte, Feuerwehrleute, Soldaten und auch allgemein Sicherheitskräfte werden im Stich gelassen. Von oben, wie auch unten.

Indem der Staat sich so unbekümmert zeigt und einfach nur alles quasi tot schweigt wird Hass auf den Straßen geschürt. Mancher mag es jetzt für überspitzt halten, aber ich behaupte, dass wir auf einem Pulverfass sitzen.

Dieses Fass droht irgendwann zu explodieren und dann ist es zu spät zu reagieren… Es ist kurz vor Zwölf.

Der Staat und die Judikative müssen durchgreifen und endlich klare Kante zeigen. Aber auch jeder einzelne Bürger ist gefragt. Man darf sich nicht nur auf die Medien verlassen. Man muss mal selbst wieder versuchen klar zu denken und alles hinterfragen. Nicht alles glauben, was die Medien so suggerieren.

Respekt gibt es nur noch selten auf unseren Straßen. Egal von wem, egal welcher Herkunft, Religion oder sozialer Schicht. Hier müssen sich alle an die eigene Nase fassen. Dies sah man auch an den Kommentaren auf dieser Seite zum Fall von Ottobrunn. Hetze, Gewaltaufrufe, Beleidigungen sind schon normaler Umgangston in den sozialen Netzwerken. Ich kann und will dies nicht hinnehmen.

Dieser Rechtsruck in der Bevölkerung und auch der Linksextremismus bereiten mir Sorgen. Da muss definitiv gegen gesteuert werden. Es gibt, für uns Polizisten gefühlt, kaum noch eine Mitte mehr und dies sollte uns alle nachdenklich machen.”

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Der Kollege ist uns persönlich bekannt, möchte jedoch anonym bleiben. Diese Zeilen geben die persönliche Meinung des Autors wieder, welches wir uns alleine durch die Veröffentlichung nicht zwangsläufig zu eigen machen.