Kleiner Mann ganz groß: Elfjähriger schlägt Einbrecher in die Flucht

31. Juli 2018 um 08:38 Uhr

Kleiner Mann ganz groß: Elfjähriger schlägt Einbrecher in die FluchtIn ihrem Polizeibericht überschlagen sich die Kollegen der Polizei Aachen (Nordrhein-Westfalen) gerade förmlich, voll des Lobes für einen elfjährigen jungen Mann und wenn wir den Bericht lesen, können wir uns den Worten nur anschließen.

Aber der Reihe nach…

Donnerstag vergangene Woche war der junge Mann für kurze Zeit allein zuhause. Sein Vater war arbeiten und die Mutter wollte nur eben kurz etwas einkaufen.

Kaum war die Mama aus dem Haus, hörte der Elfjährige Geräusche aus Richtung des Wohnzimmers. Sofort lief der junge Mann dorthin und wollte nachschauen was da los war. Zunächst dachte er es seien Handwerker, als jedoch die Männer die Scheibe der Terrassentür mit einer Eisenwaffe versuchten einzuschlagen, kamen ihm Bedenken.

“Hier stimmt doch was nicht”, berichtete er später der Polizei folgerichtig seinen Entschluss.

Der Junge griff nach seinem Handy und lief durch die Haustür ins Freie und rief: “Hilfe! Bei mir wird eingebrochen!” Eine Passantin wurde darauf aufmerksam. Aber nicht nur diese, auch die Einbrecher hörten die Hilferufe und flüchteten durch den Garten.

Während der Junge den Notruf 110 wählte und der Leitstelle der Polizei durchgab, dass bei ihm (!) in der So-und-so-straße gerade eingebrochen werde, gab er zudem auch noch das Kennzeichen eines vorbeifahrenden Autos durch, in dem er die flüchtenden Täter vermutete.

Als die Kollegen am Einsatzort ankamen, schilderte der Elfjährige, ruhig und sachlich, den Sachverhalt. Auch seine Mutter war zwischenzeitlich wieder zuhause eingetroffen und strich ihrem kleinen Helden über die Haare. Der tat darauf nichts anderes, als dem Polizisten mit dem er die ganze Zeit gesprochen hatte, ein Glas Wasser zu holen. Es war ja schließlich heiß und da soll man viel trinken (sagt Mama jedenfalls immer).

Später stellte sich bei den Ermittlungen heraus, dass das Kennzeichen, welches der Junge durchgegeben hatte, nichts mit der Tat zu tun hatte. Die eingesetzten Polizisten waren angetan von der Art und Weise des Jungen, wie er diese gefährliche und für ihn überraschende Situation gemeistert hatte.

So kommen sie zum dem Entschluss:

“Ein Wort reicht kaum aus, um das Verhalten eines 11-jährigen Jungen aus Aachen zu beschreiben: Hut ab, Klasse, super, mutig sind nur einige Adjektive. In der Summe ist “überragend” wohl nicht zu hoch gestapelt.”

Und eine gute Kinderstube hat er offenbar auch genossen!