Verdächtige Geräusche in der Nacht: Polizisten stöbern Kleinfamilie auf

14. Juli 2018 um 9:59 Uhr

Verdächtige Geräusche in der Nacht: Polizisten stöbern Kleinfamilie auf“Freitag der 13. war gerade angebrochen, als um 00:02 Uhr eine Anruferin über Notruf die Einsatzleitstelle der Bonner Polizei alarmierte”, so beginnt der Polizeibericht der Kollegen aus Nordrhein-Westfalen. Denn die Frau hatte verdächtige Geräusche aus einem Auto gehört, welcher ordnungsgemäß geparkt an der Straße stand.

Eine Streife der Wache Innenstadt machte sich auf den Weg. Die Polizisten umstellten das Fahrzeug und tatsächlich, da waren Geräusche aus dem Pkw zu hören, die nicht zugeordnet werden konnten. Also klingelten die Beamten den Autobesitzer aus dem Bett und ließen den Wagen öffnen.

Nun blickten die Anwesenden dem Ruhestörer direkt in die Augen. Es war ein Marder, der es sich im Motorraum bequem gemacht hatte und als er in seinem Tun gestört wurde, auf die Straße sprang und weg lief.

“Wer dachte, dass der kleine Nager nun die Flucht ergreifen würde, sah sich getäuscht. Erwartungsvoll wartete er in einigen Metern Entfernung auf den “Rückzug” der Einsatzkräfte”, heißt es weiter. Merkwürdig war das schon. Es wirkte, als würde das Raubtier auf etwas warten.

Und tatsächlich, das Tier war nicht alleine unterwegs. Im Motorraum befand sich der Nachwuchs und ohne den konnte und wollte der Marder das Terrain nicht verlassen. Irgendwie nachvollziehbar. Die Polizisten kamen so nicht weiter, es war ein klassisches Patt. Auch die Kameraden der Feuerwehr wussten hier keinen Rat.

Und so blieb den Einsatzkräften keine anderen Wahl:

“Also entschlossen sich die Polizisten zum Abzug. Nicht ohne dem Ruhestörer Folgemaßnahmen anzudrohen, wenn er weiter die Nachtruhe stören würde. Ob er mit seinem Kind dem Platzverweis nachkam und ob bei der Aktion Sachschaden entstand, konnte aufgrund der Nachtzeit bislang nicht festgestellt werden.”