“Wasser marsch!”: Bundespolizei und Bundeswehr helfen Feuerwehr bei Waldbrandlöschung

30. Juli 2018 um 20:18 Uhr

Am 26. Juli kam es bei Fichtenwalde bei Potsdam (Brandenburg) zu mehreren Waldbränden. Da wir alle die Bilder aus Schweden (wo die Feuerwehr aus Niedersachsen unterstützt) und Griechenland vor Augen haben und wissen, wie gefährlich ein solcher Waldbrand für die Bevölkerung werden kann, stellte das Land Brandenburg ein Amtshilfeersuchen an die Bundespolizei und die Bundeswehr.

Die Bundespolizei begab sich gleich am nächsten Tag mit einem Helikopter des Typs Super Puma in den Einsatzraum. Die Feuerwehr stellte das Wasser und die Auftankmöglichkeit für den sogenannten “Bambi Bucket”, dem Feuerlöschbehälter der unter dem Hubschrauber montiert ist, zur Verfügung.

Die Super Puma flog 180 Mal zwischen Tankstelle und Feuerstelle hin und her und vergoss so über dem Waldbrand insgesamt 250.000 Liter Wasser. Der Löscheinsatz aus der Luft war so erfolgreich, dass der Brand schnell unter Kontrolle war und die Feuerwehr den Rest in eigener Zuständigkeit bekämpfen kann.

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Die Luftwaffe der Bundeswehr entsandte noch in der Nacht des Amthilfeersuchens vom Fliegerhorst Holzdorf eine CH-53, die nur eine halbe Stunde später bereits im Einsatzgebiet ankam. Die Besatzung begann auch gleich mit der Feuerbekämpfung und füllte ihren Feuerlöschbehälter, dem sogenannten “Smokey”, mit dem pro Löschflug 5.000 Liter Wasser über dem Brand herab gelassen werden, im nahen Schwielowsee.

Noch in der Nacht flog der Helikopter 16 Löscheinsätze und mit einer Unterbrechung in der Nacht am folgenden Tag weitere 21 Einsätze. Alleine am zweiten Einsatztag ergossen sich 105.000 Liter Wasser über dem Waldbrand.

Nach zwei Tagen erfolgreichem Löscheinsatz konnte auch die Luftwaffe wieder abrücken.

Vielen Dank an unsere Exekutive, die auch im Notfall für die eigene Bevölkerung mit allen Mitteln einsteht!