Zum Augenreiben: Herrenloses Pferd läuft in Geschwindigkeitsmessung

15. Juli 2018 um 10:59 Uhr

Zum Augenreiben: Herrenloses Pferd läuft in GeschwindigkeitsmessungPrävention ist die vornehmste Aufgabe von uns Polizisten und eine Geschwindigkeitsmessung gehört eben auch dazu. Egal ob offen oder verdeckt, irgendwann wissen die Fahrzeugfahrer, dass dort gemessen wird. Dass eine solche Laserkontrolle aber auch noch dafür gut ist, in anderer Sache zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, belegt der folgende Fall.

Ein Polizist des Verkehrsdienstes der Polizei Münster (Nordrhein-Westfalen) hatte sich im Nottulner Landweg postiert und nahm die entgegen kommenden Fahrzeuge bzw. deren gefahrene Geschwindigkeit ins Visier – und zwar in das des Lasermessgeräts.

Als der Kollege so dort stand und durch die Visiereinrichtung schaute, traute er seinen Augen nicht. Dort wo eigentlich ein Auto fahren sollte, lief ihm ein Pferd entgegen. Im gestreckten Galopp lief es schnurstracks die Straße entlang, geradewegs auf den Beamten zu.

Ein Reiter oder eine andere Person waren weit und breit nicht zu sehen. Nachdem sich der Polizist davon überzeugt hat, dass dies gerade tatsächlich geschieht, stellte er sich dem großen braunen Pferd in den Weg und gab ihm verbal und durch Zeichen zu erkennen, das es anhalten soll.

Und tatsächlich tat das Pferd wie ihm geheißen und stoppte seinen Galopp. Der Polizist packte das Tier an der Mähne und wirkte beruhigend auf es ein, sich selbst fragend, wo es her kam. In diesem Moment kam aber auch schon die Tierhalterin angelaufen und nahm das ausgebüchste Pferd in Empfang.

Ob der Polizist eine gültige Geschwindigkeitsmessung bei dem Pferd erlangt hatte und ob es eventuell zu schnell war und von ihm mündlich verwarnt wurde, dass wollte der Beamte laut Polizeibericht nicht verraten.