Abenteuer Polizeiarbeit: Zehnjährige “Hilfspolizisten” klären Verkehrsunfallflucht

24. August 2018 um 11:04 Uhr

Abenteuer Polizeiarbeit: Zehnjährige "Hilfspolizisten" klären Verkehrsunfallflucht

Bild: Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein

Wie die Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein diese Woche mitteilt, ist es bereits vergangenen Freitag zu einer Verkehrsunfallflucht in Bad Laasphe (Nordrhein-Westfalen) gekommen, bei der zwei zehnjährige “Hilfspolizisten” maßgeblich bei den Ermittlungen beteiligt waren und sich dabei, laut den Kollegen, lobenswert hervor getan haben.

Demnach beobachteten die beiden Jungs, die mit ihrem Fahrrädern unterwegs waren, wie ein älterer Pkw-Fahrer an einem Bahnübergang ein Fahrzeug überholte, dabei über eine Verkehrsinsel brauste und ein Verkehrszeichen überfuhr. Den Buben war klar, dass das nicht ok ist und die Tatsache, dass er Pkw-Fahrer einfach weiter fuhr, bewegte sie zur völlig richtigen Entscheidung, dies der Polizei anzuzeigen.

So erschienen die beiden Jungs nur Minuten später auf der Wache Bad Laasphe und zeigten die Verkehrsunfallflucht an. Den Kollegen konnten die beiden sowohl das fast vollständige Kennzeichen mitteilen, eine Fahrerbeschreibung abgeben und die Fluchtrichtung erklären.

Bereits zu diesem Zeitpunkt waren die aufnehmenden Kollegen erstaunt vom Auftreten der beiden Zehnjährigen. Doch dabei blieb es nicht. Wie es mit den Unfallfluchtermittlungen und den beiden “Hilfspolizisten” weiterging, hält der Polizeibericht sehr wortgewandt fest:

“Alsdann ging es für die Polizisten zum Ludwig-Koch-Center. Dort jedoch – oh Wunder ! – wurden sie bereits von den beiden kleinen Detektiven auf ihren Fahrrädern erwartet. Und – wenn wundert´s jetzt noch? – das unfallflüchtige Fahrzeug hatten die beiden klugen Spürnasen auf einem dortigen Supermarktparkplatz natürlich auch schon längst entdeckt.

Tja, super Mitarbeit der beiden Jungs! Das kann man wohl nicht anders sagen. Und so konnten die amtlichen Fahnder und ihre “ehrenamtlichen” Helfer gemeinsam einen tollen und vor allem schnellen Ermittlungserfolg verbuchen. Immerhin war bei dem Unfall ein Gesamtschaden von über 3.000 Euro entstanden.

Und wenn man so fleißige und kluge Helfer und Detektive hat, die einem fast die ganze Arbeit abnehmen, was bleibt dann für die Polizei noch übrig? Natürlich: Der lästige Papierkram…sprich Anzeigenerstattung gegen den Unfallflüchtigen, Unfallskizzen fertigen etc. pp.

Von diesen Arbeiten waren unsere kleinen Detektive natürlich befreit. Denn als die Beamten diese Formalitäten in ihrem Büro erledigten, da waren die beiden Jungs auf ihren Fahrrädern schon längst wieder unterwegs zu neuen Abenteuern… “

Wenn das mal keine Empfehlung für eine spätere Bewerbung bei der Polizei ist 😉

Absolut top von den beiden!