“Bullerei” auf der Autobahn: Polizisten fangen entlaufenen Jungbullen

2. August 2018 um 8:15 Uhr

"Bullerei" auf der Autobahn: Polizisten fangen entlaufenen Jungbullen

Bild: Polizei Dortmund

“Bullen” auf der Autobahn sind ja für sich genommen nichts ungewöhnliches. Das “Jagdrevier” der Autobahnkollegen ist genau hier und so fühlen sie sich in gewohnter Umgebung auch wohl. Etwas anderes ist es jedoch, wenn es sich um einen echten Bullen handelt, genauer, um einen Jungbullen.

Den fand nämlich eine Streife der Autobahnpolizeiwache Freudenberg (Nordrhein-Westfalen) an der Anschlussstelle Haiger/Burbach der A45 während ihrer Streife vor. Und der Bulle sorgte schon für einige Verwunderung unter den vorbeifahrenden Verkehrsteilnehmern. Manch einer hatte noch nie einen Bullen gesehen und schon gar nicht auf einer Autobahn.

Zufällig kam ein Kollege der Bundespolizei vorbei und er unterstützte die Landeskollegen dabei, den noch jungen Paarhufer dingfest zu machen. Wie man auf dem Bild sieht, waren die drei Kollegen erfolgreich. Sie konnten den Jungbullen vorläufig festnehmen und da eine Handschelle zur Fixierung zu klein wäre, nahm man einfach ein Abschleppseil und band das Rindvieh an einer Schutzplanke fest.

Nicht ganz ohne Widerstand zu leisten verlief die Festnahme, denn der Polizeibericht hält fest, dass der Bulle währenddessen kurz die Front des Streifenwagens auf die Hörner nehmen wollte. Ob Missfallens- oder Sympathiebekundung, das bleibt unbeantwortet.

Wie sich herausstellte, reiste der Entwichene in einem Tiertransporter und er hatte einen günstigen Moment zur Flucht genutzt. Doch wie das mit Freigängern so ist, irgendwann bekommen wir sie alle.

Der Besitzer konnte ermittelt und das ausgebüxte Tier zurück gegeben werden. Weder der Bulle, noch die Kollegen oder der Streifenwagen trugen Schäden bzw. Verletzungen davon. Alles noch mal gut gegangen…