Gedanken von Claudia zu Chemnitz: Polizisten als Prellbock zwischen den Fronten. Respekt für das, was ihr da draußen leistet!

29. August 2018 um 20:34 Uhr

Gedanken von Claudia zu Chemnitz: Polizisten als Prellbock zwischen den Fronten. Respekt für das, was ihr da draußen leistet!

“Über euch wird gelacht, ihr werdet durch den Dreck gezogen, für etwas verantwortlich gemacht, wofür ihr nichts könnt und diese Auswüchse sind ehrlich gesagt abartig!

Gerade was in den letzten Wochen in Sachsen passiert ist. Ob Satireseiten oder Quotengeile-Blätter, die Medien springen auf den Zug auf, was in meinen Augen absolut heuchlerisch ist. Es wird seitens der Medien, der Politik laut geschrien, man solle nicht pauschalisieren und im Grunde wird gerade exakt das mit der Polizei gemacht.

Es mag sein, dass es, egal in welchem Bundesland, schwarze Schafe gibt, aber die Polizei gehört genauso zur Gesellschaft wie jeder andere auch und ist ein Spiegel derer. Jeder will ständig, dass man differenziert (zurecht), „nicht alle Migranten sind so“, „es sind nicht alle Nazis“.

Wieso kann man dann bei der Polizei verallgemeinern?

Warum? Weil Polizisten von vielen nicht als Menschen wahrgenommen werden?!

Niemand will über einen Kamm geschoren werden! Jeder erwartet, dass man differenziert und das können auch Polizisten erwarten! Man muss kein Polizist/in sein um nachzuvollziehen, was das mit einem macht. Motivierend ist es sicherlich nicht.

Die machen das tagtäglich für unsere Sicherheit und das ist der Dank, dass man über sie herzieht? Dass so was frustrierend und verletzend ist, kann man sich sicherlich denken. Gerade diese Eskalation in Chemnitz steht doch dafür, wie zerrissen unsere Gesellschaft ist.

Die Polizei steht als Prellbock und gefühlt alleine zwischen den Fronten. Wo Politiker laut werden sollten, kommt wenig bis gar nichts.

Die Polizisten gewährleisten, dass Demonstrationen für jedermann durchgeführt werden können und sorgen dort für Sicherheit. Dass aber überall Personal fehlt, wird oft nur am Rande erwähnt.

Ich finde solche Taten, wie der Messerangriff in Chemnitz, absolut schrecklich und die Angehörigen des Opfers haben mein Mitgefühl. Genauso schrecklich und abartig ist es aber auch, wenn ein rechter Mob Ausländer durch die Straßen jagt und verletzt, linke und rechte Gruppierungen Polizisten mit Steinen, Flaschen und Böllern bewerfen.

Das soll Deutschland sein?!

Solche Taten wie der Messerangriff, werden dann auch noch von einer „Partei“ instrumentalisiert, um weiter Stimmung zu machen. Die Politik ist gefragt! Muss es erst völlig eskalieren bis etwas passiert?

An die Polizisten und Polizistinnen in Sachsen (aber auch sonst wo):

Ihr macht einen tollen Job! Respekt, wie ihr euch trotz solcher Auswüchse doch immer wieder motivieren könnt! Es gibt viele, die so denken wie ich, es gibt nicht nur Schwarz oder Weiß, sondern die Mitte. Und die weiß sehr wohl zu schätzen, was ihr da draußen tagtäglich für uns alle leistet!”

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Die Autorin ist uns persönlich bekannt. Diese Zeilen geben die persönliche Meinung der Autorin wieder.