Gute gelaunt bis zur Blutprobe: Betrunkener Radfahrer singt Polizisten ein Ständchen

15. August 2018 um 15:34 Uhr

Gute gelaunt bis zur Blutprobe: Betrunkener Radfahrer singt Polizisten ein StändchenWir Polizisten haben natürlich nichts gegen gute Laune und wenn für uns ein Ständchen drin ist, besonders dann, wenn derjenige Herr seiner Stimme ist, umso schöner. Allerdings hat die Sache einen Haken, den wir im folgenden Fall mit euch entdecken werden.

Gegen 21:30 Uhr fiel einer Streife der Polizei Regensburg (Bayern) in der dortigen Innenstadt ein Radfahrer auf, der vergeblich versuchte mit seinem Drahtesel einen Sprung zu vollführen. Die vergeblichen Versuche schienen den Radler nicht zu demotivieren, denn er war offenbar bester Laune.

Diese Laune äußerte sich unter anderem dadurch, dass er “Jaaaa mia san mi‘m Radl da” trällerte. Als er den Streifenwagen sah, umrundete er mehrfach mit seinem Rad das Polizeifahrzeug und beschallte auch die Polizisten mit seinem Gute-Laune-Lied.

Merkwürdig fanden die Polizisten das Verhalten schon, üblich jedenfalls war es nicht. So entschlossen sie sich zu einer Kontrolle des Pedaltreters. Hierbei zeigte sich, dass der 23-jährige Niederbayer nicht nur gut gelaunt war, sondern erheblich unter Alkoholeinfluss stand.

Das Alkoholtestgerät zeigte dann auch stolze 1,88 Promille an, deutlich zu viel für einen Radfahrer, bei dem maximal 1,6 Promille erlaubt sind. So baten die Beamten den jungen Mann zur Blutprobe, aus der er im Anschluss wieder entlassen wurde.

Wie berichtet wird, sei ihm danach das Singen vergangen. Zumindest aber hatte er ein Einsehen, denn er entschuldigte sich bei den Polizisten. Doch die Entschuldigung macht die Tat nicht ungeschehen, der Radler muss sich wegen Trunkenheit im Verkehr verantworten, was womöglich auch auf seinen Führerschein Einfluss haben könnte, wenn er denn einen besitzt.

Wie gesagt sind wir ungern der Partycrasher. Wenn es allerdings um Straftaten geht, verstehen wir weniger Spaß und müssen zur Tat schreiten. Ansonsten sind wir gerne für ein Späßchen zu haben.