Hinterhältige Attacke: Junge Polizistin schwer verletzt

10. August 2018 um 12:29 Uhr

Hinterhältige Attacke: Junge Polizistin schwer verletztIn der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag wurde in Kreuztal (Nordrhein-Westfalen) eine junge Polizistin während eines Einsatzes so schwer verletzt, dass sie stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden musste. Vorausgegangen war ein Streit zwischen einem jungen Paar.

Diesen Streit hatte ein Polizist außer Dienst gegen 23:30 Uhr in der Mittwochnacht gemeldet, da er das streitende Paar von seiner Wohnung aus beobachten konnte. Doch beim verbalen Schlagabtausch blieb es nicht, Frau und Mann schlugen auch aufeinander ein.

Eine gemischte Streife der Wache Kreuztal konnte die Streithähne im Bereich des Busbahnhofs feststellen und da sich die Gemüter immer noch nicht abgekühlt hatten, trennten die Polizisten die beiden voneinander.

Der junge Mann zeigte sich gegenüber dem Beamten verbal aggressiv und musste immer wieder auf Distanz gehalten werden. Doch dann nahm der Mann plötzlich die Füße in die Hand und rannte Richtung Schulzentrum. Auch wenn er von zwei weiteren Polizisten verfolgt wurde, verlor sich seine Spur in einem Waldstück.

Die junge Frau, die mit der Polizistin zurück geblieben war, wollte zunächst noch die Verfolgung ihres Freundes durch die Beamten verhindern, scheiterte aber mit ihrer Absicht. Nicht jedoch bei dem, was dann geschehen sollte.

Der Polizeibericht beschreibt den weiteren Verlauf wie folgt:

“Dort griff sie dann urplötzlich und ohne jegliche Vorwarnung in hinterhältigster Art und Weise die Polizistin an. Parallel zu einer Attacke gegen den Kopf der Kommissarin trat sie der Beamtin unvermittelt die Beine weg, so dass diese nach hinten auf den Gehweg stürzte und dabei mit dem Kopf auf den Asphalt aufschlug. Dabei wurde die Kommissarin schwer verletzt.”

Trotz der schweren Verletzung konnte die Polizistin noch verhindern, dass die Gewalttäterin flüchten konnte und hielt sie noch so lange fest, bis die Beamten, die den Freund der Täterin verfolgt hatten, zurück waren und die Frau überwältigen konnten.

Eine weitere Streifenwagenbesatzung verbrachte die alkoholisierte Angreiferin auf die Wache, wo ihr eine Blutprobe entnommen und eine Anzeige wegen tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte erstattet wurde. “Die schwer verletzte Polizeikommissarin wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus verbracht, wo sie stationär verbleiben musste”, heißt es abschließend im Bericht.

Wir senden die besten Genesungswünsche zur schwer verletzten Kollegin nach Kreuztal!