SEK- und Hubschraubereinsatz wegen Playstation: Polizei ermittelt gegen Anrufer wegen Missbrauch von Notruf

12. August 2018 um 17:13 Uhr

SEK- und Hubschraubereinsatz wegen Playstation: Polizei ermittelt gegen Anrufer wegen Missbrauch von NotrufIm Juli dieses Jahres bereits war es zu einem Einsatz der Polizei in Oberelchingen (Bayern) gekommen, bei dem auch Spezialkräfte und der Polizeihubschrauber zum Einsatz kamen. Der Polizei waren per Notruf Schüsse in einer Wohnung gemeldet worden.

Da solche Meldungen zunächst einmal ernst genommen werden müssen, entsandte die Polizei nicht nur Streifen an die Örtlichkeit, sondern alarmierte auch das Spezialeinsatzkommando, die Polizeihubschrauber- und die Diensthundestaffel. Die Einsatzkräfte durchsuchten jede Wohnung in dem Anwesen, konnten aber nur eine Party ausmachen, bei der eine Playstation lief und von der aller Wahrscheinlichkeit nach die Schussgeräusche kamen.

Im Rahmen der Ermittlungen fanden die Polizisten Unstimmigkeiten heraus, infolge dessen mittels richterlichem Durchsuchungsbeschluss die Wohnung von zwei Personen durchsucht wurden. Einer davon war der Anrufer. Wie es heißt, wurden Beweismittel sichergestellt, die derzeit ausgewertet werden.

Mit Einzelheiten möchten die Ermittler noch nicht an die Öffentlichkeit gehen, um den Ermittlungserfolg nicht zu gefährden. Ermittelt werden jedenfalls wegen Missbrauchs von Notrufeinrichtungen.

Um es klarzustellen, von niemanden werden Fachkenntnisse in der Waffenkunde erwartet. Wer eine verdächtige Beobachtung macht oder etwas hört, der soll auch den Notruf wählen.

Wer allerdings wissentlich falsche Angaben macht und damit – wie in diesem Fall – viele Polizeikräfte bindet, die vielleicht woanders dringender benötigt werden, der macht sich strafbar – und das ist auch gut so. Eventuell muss der Anrufer, wenn er erwiesener Maßen Falschangaben gemacht hat, die Kosten für den Einsatz übernehmen.