“Wenn man dann schwimmt, trifft man auf alte Bekannte”: Wasserschutzpolizei unterbindet Gewässerverunreinigung

16. August 2018 um 12:01 Uhr

"Wenn man dann schwimmt, trifft man auf alte Bekannte": Wasserschutzpolizei unterbindet GewässerverunreinigungDie Besitzer eines Schiffes haben es mit der Hygiene nicht ganz so genau genommen und damit die Wasserschutzpolizei Bremen auf den Plan gerufen. Oder wie es die Kollegen aus Bremen ganz treffend beschreiben:

“…wenn man dann schwimmt, trifft man alte Bekannte”, so hätte es Heinz Erhardt früher formuliert.

Zu diesem Zitat kam es, nachdem die Wasserschutzpolizei sah, dass von einem Schiff ungeklärtes Abwasser in die Weser entsorgt wurde. Während der Kontrolle des Umweltsünders an der Stromkaje in Bremerhaven mussten die Beamten feststellten, dass bei der an Bord befindlichen Abwasseranlage keine Chemikalien verwendet wurden und somit die menschlichen Ausscheidungen ungeklärt in die Weser gelangten.

Sofort wurden Maßnahmen angeordnet, wie das Schließen der Außenbordverbindung, damit es zu keinen weiteren Verunreinigungen kommen kann.

Gegen den 48-jährigen Seemann wurde eine Strafanzeige wegen Verdachts der Gewässerverunreinigung erstattet. Hinzu kommt noch eine Sicherheitsleistung seitens der Staatsanwaltschaft in Höhe von 10.000 Euro. Des Weiteren ist es dem 48-Jährigen untersagt mit seinem Schiff auszulaufen, solange noch weitere Ermittlungen laufen.

Die Weser ist zwar nicht gerade ein Badesee, aber dennoch ist es sicherlich eine ziemlich unschöne Sache, wenn einem die Aussscheidungsgegenstände anderer entgegen schwimmen. Wie würden unsere Gewässer aussehen, wenn das von jedem Schiff käme. Das ist ziemlicher MIST. Danke an die Kollegen der Wapo!