Wir trauern: Beteiligter einer Streitigkeit erschießt Polizist bei Kontrolle aus dem Auto heraus

26. August 2018 um 19:42 Uhr

Wir trauern: Beteiligter einer Streitigkeit erschießt Polizist bei Kontrolle aus dem Auto herausZum zweiten Mal in diesem Jahr müssen wir über den gewaltsamen Tod eines Polizisten in Belgien berichten, der sich in Einsatz befand und vom Angreifer erschossen wurde.

Zu dem schrecklichen Vorfall kam es in der vergangenen Nacht gegen 2 Uhr im belgischen Spa (Provinz Lüttich/Liège). Wie belgische Medien berichten seien mehrere Niederländer am Zutritt zu einem Café abgewiesen worden. Die Polizei wurde alarmiert und Polizisten wollten die Niederländer kontrollieren, die in der Nähe in ihrem Fahrzeug saßen.

Während dieser Kontrolle soll einer der Fahrzeuginsassen aus dem Auto heraus auf einen der Polizisten geschossen haben. Das Fahrzeug flüchtete.

Der 38-jährige Polizist, Hoofdinspecteur Amaury D., wurde zwar noch reanimiert, doch die Wiederbelebung war erfolglos. Amaury erlitt einen Kopfschuss und starb noch am Tatort. Er hinterlässt eine Frau und drei Kinder.

Der Streifenpartner wurde ebenfalls verletzt, welcher Art die Verletzungen sind wurde nicht mitgeteilt. Laut Zeugen waren angeblich mehrere Schüsse gefallen. Zur Fahndung nach den flüchtigen Tätern wurden zahlreiche Polizisten zusammen gezogen, die sich beim Formel-1-Grand-Prix im Einsatz befanden.

Im Rahmen der Fahndung wurde ein 30-jähriger Niederländer in einem nahe gelegenen Waldstück festgenommen, dies wurde durch die Staatsanwaltschaft mittlerweile bestätigt. Der Mann soll eine Schussverletzung im Bauch aufgewiesen haben. Demnach soll es sich wohl um einen der Fahrzeuginsassen handeln, ob es sich bei ihm auch um den Schützen handelt ist noch unklar.

Nach den restlichen Fahrzeuginsassen wird immer noch gefahndet.

Heute Nachmittag besuchten der Bürgermeister von Spa, Joseph Houssa, und der belgische König Filip sowohl den Tatort, als auch die Dienststelle des getöteten Polizisten, um sich zu informieren und den trauernden Beamten ihr Mitgefühl auszudrücken. Bürgermeister Houssa: “Es ist sehr wichtig, solche Unterstützung in solch schwierigen Zeiten zu erhalten. Die Polizei ist eine große Familie.”

Der Vize-Premierminister Jan Jambon twitterte: “Der Kontakt zu den Kollegen von Amaury war heftig. Wie ist eine solche Gräueltat möglich? Wie kann es sein, dass jemand, der die Gesellschaft jeden Tag mit Leib und Seele verteidigte, Opfer einer solchen Barbarei werden muss?”

Wir stehen zusammen mit den belgischen Kollegen und trauern gemeinsam mit ihnen. Wir trauern auch mit den Angehörigen. Ihnen allen wird schmerzlich vor Augen geführt, wie gefährlich der Dienstalltag sein kann und wie plötzlich das Leben enden kann.

Wir müssen gezwungener Maßen zur Kenntnis nehmen, dass der Hass mancher auf die Institution Polizei und die Polizistinnen und Polizisten so groß ist, dass sie die uniformierten Vertreter des Staates ihres Lebens berauben, ohne auch nur mal kurz darüber nachzudenken, welches Leid sie damit anrichten.

Wir wünschen den Hinterbliebenen von Kollege Amoury und auch dem Kollegenkreis viel Kraft und eine gute Trauerbewältigung! Auch wünschen wir allen Einsatzkräften eine gute Verarbeitung dieses tragischen Einsatztages. Wir erheben die Hand zum Ehrensalut!

Ruhe in Frieden #brotherinblue! Du bleibst unvergessener Teil der #Polizeifamilie! ⚫️⚫️
We take it from here and defend the #thinblueline!

Reposer en paix, #frèreenbleu!