Dümmer als die Polizei erlaubt: Mann möchte verlorenes Handy bei der Polizei abholen und landet im Gefängnis

26. September 2018 um 11:04 Uhr

Dümmer als die Polizei erlaubt: Mann möchte verlorenes Handy bei der Polizei abholen und landet im GefängnisWenn man eine Idee hat und dieser Idee ein schlechter Plan folgt, der überhaupt nicht durchdacht ist, dann kann es passieren, dass die Sache nach hinten los geht. Wie im folgenden Fall, bei dem die Polizisten leichtes Spiel hatten den schlechten Plan zu entlarven.

Ein 47-jährige Mann war bei der Bundespolizei am Hauptbahnhof Essen erschienen und gab an, das verlorene Handy eines Bekannten abholen zu wollen. Und wie das so ist, wenn die Polizei nichts davon weiß, dass ein Bekannter des Eigentümers die Fundsache abholen möchte und auch keine Vollmacht vorgelegt werden kann, dann werden wir Polizisten hellhörig.

Die Bundespolizisten wollten sich also das Handy von dem vorstellig gewordenen Mann beschreiben lassen, doch das konnte er nicht. Auch die PIN war ihm ganz offensichtlich nicht bekannt, so dass der schlechte Plan des 47-Jährigen vollends aufflog.

Die Beamten prüften, auf Grund dieses sehr fragwürdigen Erscheinens, ob der Mann nicht noch mehr auf dem Kerbholz hatte. Und die Polizisten staunten nicht schlecht, denn es bestanden zwei Haftbefehle gegen ihn, einmal wegen Betruges und einmal wegen Schwarzfahrens.

Da der Gesuchte die Geldstrafen in beiden Fällen nicht beglichen hatte und offenbar auch nicht dazu in der Lage war, ging es für den 47-Jährigen ohne Umwege (und natürlich ohne das gewünschte Handy) in die Justizvollzugsanstalt Gelsenkirchen, wo er 176 Tage lang Zeit hat, über die Sache mit den Ideen und den schlechten Plänen nachzudenken.