Familienfest für Respekt, Toleranz und Verständigung: Rechtsextremisten greifen Polizisten an

19. September 2018 um 18:10 Uhr

Familienfest für Respekt, Toleranz und Verständigung: Rechtsextremisten greifen Polizisten anLinksextremisten seien gewalttätig, sie hätten keinen Respekt gegenüber niemandem, außer gegenüber sich selbst. Das ist das Argument der Rechtsextremisten, wenn mal wieder über linke Gewalt berichtet werden muss. Dieses Argument widerlegten Rechtsextremisten am vergangenen Wochenende in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) gleich selbst.

Dort fand im Stadtteil Dorstfeld das Familienfest für Respekt, Toleranz und Verständigung unter dem Motto “44149 – Platz für Vielfalt” statt, als ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Rassismus.

Die Veranstaltung wäre störungsfrei verlaufen, wären zu Beginn gegen 19:30 Uhr nicht ein paar Rechtsextremisten dort aufgeschlagen und hätten versucht die Rede des Oberbürgermeisters zu stören. Die Schmährufe und Beleidigungen hatten allerdings ein abruptes Ende, als die eingesetzten Polizisten einschritten.

Doch dann richtete sich die Aggression gegen die Beamten und nun wurden diese beleidigt und angegriffen. Das hinderte die Polizei jedoch nicht daran konsequent durchzugreifen. Die Störaktion wurde damit beendet und neun “unbelehrbare Rechtsextremisten” wurden in Gewahrsam genommen.

Fünf Strafanzeigen wurden aufgenommen: “Widerstand und tätlicher Angriff gegen Vollstreckungsbeamte, versuchte Körperverletzung, Beleidigung gegen den Oberbürgermeister und gegen Polizeivollzugsbeamte sowie eine Strafanzeige wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.” Ein Polizist wurde leicht verletzt, konnte aber im Dienst verbleiben.

Extremismus ist wie ein Hufeisen, am Ende treffen sich beide Seite und man kann sie nicht mehr voneinander unterscheiden.