Im Hambacher Forst werden nicht nur die Bäume verheizt

16. September 2018 um 17:53 Uhr

Im Hambacher Forst werden nicht nur die Bäume verheizt

Karikatur von Tomicek

Mal ganz abgesehen davon, wie man zur Abrodung des Hambacher Forsts stehen mag und auch abgesehen davon, dass manche der “Umweltschützer” unsere dort eingesetzten Kollegen angreifen, mit Molotowcocktails, Steinen und Fäkalien bewerfen – und wie nun herauskam auch mit Bauschutt beladene Baueimer als Fallen in den Bäumen aufgehängt wurden und damit bis hin zu tödlichen Verletzungen Kauf genommen wurden – werden unsere Kollegen dort verheizt.

Verheizt als Prellbock zwischen dem politischen Willen und den gewaltbereiten Umweltextremisten. Schließlich war es die rot-grüne Landesregierung Nordrhein-Westfalen, die in einer Leitentscheidung im Mai 2016 festlegte: “Braunkohle ist im rheinischen Revier weiterhin erforderlich, dabei bleiben die Abbaugrenzen der Tagebaue Inden und Hambach unverändert”.

Und die heutige schwarz-gelbe Landesregierung lässt diese Entscheidung unverändert. So stehen die Kollegen zwischen Umweltschutz und Politik, die sich unversöhnlich gegenüber stehen und bekommen diese Unversöhnlichkeit, wie beschrieben, unmittelbar zu spüren.

Fast schon lächerlich mutet da die anfängliche Entscheidung der örtlichen Bauaufsichtsbehörden an, die Baumhäuser wegen fehlender Fluchtwege und fehlendem Brandschutz räumen zu müssen – selbst wenn dies sachlich richtig sein mag. Da loben wir uns die Entscheidung des Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster vom Freitag, die im Widerspruchsverfahren zum Räumungsbescheid darauf erkannten, das es sich dort um “Rückzugs- und Aufenthaltsorte für gewaltbereite Waldbesetzer, die für die Polizei nur unter erheblicher Gefahr zugänglich seien” handelt.

Diese Meinung vertraten wir bereits in unserem Statement am Donnerstag.