Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä im Interview zu Korpsgeist und Racial Profiling

23. September 2018 um 08:34 Uhr

“Wir kontrollieren nicht nach Lust, Liebe und Wellenschlag”

Racial Profiling (Kontrolle von Personen auf Grund ihres Aussehens) und Korpsgeist werden im Bezug zur Polizei gerne negativ behaftet erwähnt. Besonders aus der links-grünen Ecke kommen die Vorwürfe regelmäßig, dass eines gewisse Art von Rassismus systematisch sei und der Korpsgeist eine effektive Strafverfolgung in den eigenen Reihe verhindere.

Natürlich müssen wir Polizisten aufpassen, dass unser Weltbild nicht zu einseitig wird, da wir hauptsächlich mit den schlechten Eigenschaften der Menschen zu tun haben. Da müssen wir auf uns selbst, aber auch auf die Kollegen aufpassen. Schwarze Schafe gibt es immer, wie in jedem Beruf. So wurden bereits in mehreren Bundesländern Polizisten, die den Reichsbürgern nahe stehen, aus dem Dienst entfernt.

Doch wie steht es wirklich mit Racial Profiling und Korpsgeist in der deutschen Polizei? Der Polizeipräsident von München, Hubertus Andrä, wurde von der Süddeutschen Zeitung zum Interview geladen. Unter Bezugnahme anonymer Aussagen von Polizisten, die das Thema befeuerten (Links siehe unten), nimmt er ziemlich direkt und unverblümt Stellung zu diesem Thema, zumindest, was die Polizei München betrifft.

Das Interview nahm Bezug auf die anonymen Aussagen von Polizisten, die man hier nachlesen kann.

Etwa zur selben Zeit erschien auch in der Schweiz ein Artikel hinsichtlich Racial Profiling mit dem Titel Die Mär vom systematischen Rassismus.