Tierrettung mit vereinten Kräften: Da steht ‘ne Kuh auf’m Dach

6. September 2018 um 11:59 Uhr

Was so eine Mutter doch alles auslösen kann, wenn sie denkt, dass ihr Kind in Gefahr ist, egal ob bei Mensch oder Tier…

Dieser Mutterinstinkt rief am Dienstag in Sindelfingen bei Ludwigsburg (Baden-Württemberg) nicht nur die Polizei, sondern auch die Feuerwehr, einige Landwirte, einen Polizeihubschrauber sowie eine Veterinärin auf den Plan. Zum Glück wurde niemand verletzt, aber der folgende Fall zeigt, dass auch die gutmütigsten Tiere auf einmal sehr unberechenbar werden können.

Vermutlich beim Umstallen einer Herde flüchtete eine Kuh mitsamt ihres Kalbes und wurde kurz darauf von aufmerksamen Passanten an einer Straße entdeckt. Dort versuchten mehrere Landwirte die beiden Flüchtigen wieder Richtung Stallung zu lotsen, jedoch hatte das Muttertier einen anderen Plan und griff einen der Landwirte an, der zum Glück unverletzt blieb.

Mutter und Kalb flüchteten daraufhin durch mehrere Vorgärten eines Wohngebietes und die Kuh landete am Ende auf einem tiefergelegenen Garagendach. Aufgrund der Gefährdungslage für Tier und Mensch wurde ein Polizeihubschrauber zur Suchaktion angefordert.

Das Kalb konnte in der Zwischenzeit eingefangen werden und nun hieß es die Kuh unbeschadet vom Dach zu bekommen. Da das Tier sehr aufgeregt war und auch zur Gefahr für die Anwohner werden konnte, wurden diese von der Polizei gebeten ihre Häuser nicht zu verlassen.

Bei der ganzen Aktion musste dann die Feuerwehr und auch eine Veterinärin alarmiert werden, die mithilfe einiger Betäubungspfeile das Tier ruhig stellte.

Die Kuh konnte noch selbstständig vom Dach klettern und ging dann offenbar ziemlich müde in einem benachbarten Vorgarten zu Boden. Die Feuerwehr barg das Tier daraufhin mithilfe eines Kranes und verbrachte es wieder in den heimischen Stall, wo ihr kleines Kalb bereits sehnsüchtig auf sie wartete.

Ende gut – alles gut. Zum Glück konnten bei dieser Aktion durch eine Menge Manpower Kuh und Kalb wieder sicher nach Hause gebracht werden. Weder Mensch noch Tier sind dabei zu Schaden gekommen, was sicherlich auch dem überlegten Handeln der Einsatzkräfte zu verdanken ist.