Warnschussabgabe nach Steinbewurf: Baumhäuser im Hambacher Forst werden geräumt

13. September 2018 um 15:33 Uhr

Warnschussabgabe nach Steinbewurf: Baumhäuser im Hambacher Forst werden geräumtErst vorgestern hatten wir über die Vorgänge im Hambacher Forst berichtet, wo sogenannte Umweltaktivisten gewaltsam mit Molotowcocktails, Feuerwerkskörpern, Steinbewurf und Fäkalien gegen dort eingesetzte Polizisten vorgehen. Wir haben auch klar gemacht, dass die Kollegen nicht einen Konzern oder seine Interessen schützen, sondern das, was Recht und Ordnung ist.

Gestern kam es erneut zu einem Zwischenfall. Eine Gruppe Polizisten wurde von Gewalttätern mit Steinen beworfen. Die Situation war für die Beamten offenbar so kritisch, dass einer von ihnen die Waffe zog und einen Warnschuss in die Luft abgab.

Die Angreifer zogen sich daraufhin wieder in den Wald zurück. Wie es heißt, sei zum Glück niemand verletzt worden. Zum wiederholten Male forderte die Polizei Aachen (Nordrhein-Westfalen):

“Wir appellieren dringend: Unterlassen Sie die gewalttätigen Übergriffe auf Polizeibeamte.”

Heute ist die Polizei abermals dort im Einsatz. Diesmal unterstützen sie die Bauaufsichtsbehörden der Stadt Kerpen und des Landrats Düren, da die Baumhäuser, in die sich die “Aktivisten” zurück ziehen, als bauliche Anlagen gelten und der Brandschutz nicht ausreichend sei, wie es heißt.

Etwa 3.500 Polizisten sollen sowohl die Mitarbeiter der Bauaufsicht, als auch die Arbeiter schützen, die die Baumhäuser räumen sollen. Eine entsprechende Räumungsverfügung war bereits ergangen, wogegen sich die Besetzer laut ihren Anwälten jedoch rechtlich durch einen Widerspruch wehren sollen.

Doch auch die Räumung der Baumhäuser bleibt nicht ohne Widerstand. Vor wenigen Minuten twitterte die Polizei Aachen:

Auch wenn die offizielle Begründung der Brandschutz sein mag, so können wir dazu nur sagen:

Richtig so, wenn die Bäumhäuser als Rückzugsort für Kriminelle dienen, um ihre Straftaten zu planen und vorzubereiten, dann müssen sie eben geräumt werden.

Und auch für die friedlichen Umweltschützer unter ihnen haben wir wenig Mitleid. Wer Kriminellen Unterschlupf gewährt und sich nicht von ihnen distanziert, der muss dann eben mit den Konsequenzen leben. Der kann sich ebenfalls nicht mehr auf legitimen Protest berufen.

Wir hoffen und wünschen uns, dass bei dieser Aktion niemand verletzt wird und wünschen unseren Kolleginnen und Kollegen eine gesunde Heimkehr!