Nach Notoperation keine Lebensgefahr: Mutmaßlicher Fahrraddieb sticht Polizisten während der Festnahme nieder

25. Oktober 2018 um 15:29 Uhr

Nach Notoperation keine Lebensgefahr: Mutmaßlicher Fahrraddieb sticht Polizisten während der Festnahme niederGestern Abend ist ein Kollege aus Berlin von einem mutmaßlichen Fahrraddieb niedergestochen und schwer verletzt worden. Nach einer nächtlichen Notoperation bestehe, wie es heißt, keine Lebensgefahr.

Wie die Polizei Berlin mitteilt, war der Kriminalpolizist gegen 20:20 Uhr zu Fuß auf dem Nachhauseweg, als er im Stadtteil Lichtenrade in der Kettinger Straße einen Mann am Fahrrad des Beamten herum hantieren sah. Der Polizist hatte sein Rad zuvor am dortigen Fahrradparkplatz angeschlossen.

Der 44-jährige Polizist versetzte sich sofort in den Dienst, gab sich als Polizist zu erkennen und erklärte dem Mann die Festnahme. Sofort stach der Gewalttäter mit einem Messer mehrmals zu und verletzte den Beamten schwer an Rumpf und Bein.

Mit diesen Stichverletzungen konnte der Polizist den Mann nicht mehr festhalten, ließ los und ging zu Boden. Der Gewalttäter flüchtete, eine anschließende Fahndung, auch mit Hubschrauberunterstützung, blieb ohne Erfolg. Die Identität des Täters ist nicht bekannt, nach ihm wird weiter gefahndet.

Rettungskräfte brachten den schwer verletzten Polizisten in eine Klinik, wo er noch in der Nacht notoperiert wurde. Es soll aktuell keine Lebensgefahr bestehen.

Wir sind schockiert über diese Gewaltbereitschaft und Brutalität, mit der selbst mutmaßliche Fahrraddiebe gewissenlos bereit sind, das Leben anderer aufs Spiel zu setzen.

Wir senden die besten Genesungswünsche nach Berlin und hoffen, dass der Kollege wieder vollständig genesen wird!