Schrecklicher Einsatzverlauf: Polizisten mit Schere angegriffen

19. Oktober 2018 um 19:50 Uhr

Schrecklicher Einsatzverlauf: Polizisten mit Schere angegriffen

Zwei Tote, zwei Polizisten schwer verletzt

Aus Kirchheim (Rheinland-Pfalz) erreicht uns der folgende schreckliche Einsatzverlauf, an dessen Ende zwei Tote und zwei schwer verletzte Kollegen zu beklagen sind. Aus einem Routineeinsatz (gemeldet waren Familienstreitigkeiten mit tätlichem Angriff) wurde ein folgenschwerer Vorfall für alle Beteiligten.

Heute Morgen wurde der Polizei eine Familienstreitigkeit zwischen Mutter und Sohn gemeldet. Die 56-jährige Mutter hatte selbst den Notruf abgesetzt. Demnach sei es zwischen ihr und ihrem 25-jährigen Sohn zum Streit gekommen, währenddessen sie auch tätlich angegriffen worden sei.

Der Sohn habe einen psychotischen Schub und stehe unter dem Einfluss von Drogen, so die Mitteilung der Mutter. Eine Streife der Polizei Grünstadt machte sich sofort auf den Weg und als die Polizisten in der Wohnung angekommen waren, wurden sie sogleich von dem Sohn mit einer Schere in der Hand angegriffen.

Den Polizisten blieb zum Schutz des eigenen Lebens keine andere Chance mehr, als sofort ihre Dienstwaffen zu ziehen und auf den 25-Jährigen zu schießen. Wie es heißt, seien mehrere Schüsse gefallen. Der Sohn wurde getroffen und verstarb noch am Einsatzort.

Auch die Mutter, die den Notruf abgesetzt hatte, verstarb an Ort und Stelle an ihren schweren Stichverletzungen, die ihr Sohn ihr mutmaßlich zugefügt hatte. Trotz sofortiger notfallmedizinischer Maßnahmen kam für sie jede Hilfe zu spät. Laut vorläufigem Ergebnis der Rechtsmedizin sei sie nicht von Projektilen aus den Dienstwaffen der Polizisten getroffen worden.

Die 31-jährige Polizistin und ihr 56-jähriger Kollege wurden ebenfalls durch Stichverletzungen schwer verletzt. Nach einer Notoperation befinde sich die Polizeibeamtin nicht mehr in Lebensgefahr.

Zur Familie der Verstorbenen zählen noch Vater und Tochter, die beide zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause waren.

Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft Frankenthal erstrecken sich sowohl auf den tätlichen Angriff des Sohnes gegen die Mutter, als auch gegen die Polizisten und der Rechtmäßigkeit des Schusswaffengebrauchs.

Den Hinterbliebenen gilt unser Mitgefühl und wir wünschen ihn Kraft, das alles zu verstehen und zu verkraften.

Den beiden schwer verletzten Kollegen senden wir unsere besten Genesungswünsche und hoffen, dass sie wieder vollständig, physisch und psychisch, gesunden werden!