Denn sie hatten keine Herberge: Polizisten geben Käufern eines Rollers Obdach

19. November 2018 um 11:37 Uhr

Denn sie hatten keine Herberge: Polizisten geben Käufern eines Rollers ObdachEigentlich ist es noch zu früh für eine Weihnachtsgeschichte. Doch das Leben hat seine eigenen Regeln und so konnte bereits jetzt im November eine Weihnachtsgeschichte erfüllt werden. Die schlechte Planung der Überführung eines Motorrollers rief nämlich Polizisten auf den Plan und diese erwiesen sich als Freund und Helfer.

Aber der Reihe nach.

In der vergangenen Woche wurden die Kollegen der Polizei Mosbach (Baden-Württemberg) nachts gegen gegen 1 Uhr zu einem etwas außergewöhnlichen Einsatz beordert. Zeugen meldeten, dass sich zwei Männer im Gewerbepark “Techno” bei Asbach an einem Stromkasten zum schlafen gelegt hätten.

Als die Beamten die Männer antrafen und nach dem Grund für den außergewöhnlichen Schlafplatz bei den doch frostigen Temperaturen fragten, waren sie dann doch über die Antwort etwas überrascht.

Die beiden Männer, aus Würzburg stammend, hatten im Raum Karlsruhe einen Motorroller erstanden. Doch der Roller war nicht zugelassen. Nun, fahren darf man nicht und über eine andere Art des Rücktransportes hatten sich die zwei Männer wohl im Vorfeld keine Gedanken gemacht. Also blieb ihnen nur ein Fußmarsch über ganze 150 km.

Dieser Marsch hatte die beiden Unterfranken nun bis in den Neckar-Odenwald-Kreis geführt. Um etwas auszuruhen hatten sich die beiden Männer dann im Gewerbepark zum Schlafen gelegt und dies ohne Schlafsack oder sonstige wärmende Mittel.

Da es in dieser Nacht keine andere Möglichkeit zur Übernachtung gab und die Polizisten respektvoll angetan waren davon, dass die beiden den Roller legal auf dem Fußweg nach Hause brachten und sich nicht einfach unerlaubt auf den Roller setzten und losfuhren, nahmen die Beamten die zwei Gestrandeten mit auf die Dienststelle. Sie ermöglichten den Würzburgern, dass diese sich im Vorraum der Wache aufwärmen und auch ausruhen konnten.

Um die weitere Rückreise und den Transport des Rollers mussten die beiden sich zwar selbst kümmern, aber immerhin wurden sie vor frostigen Temperaturen bewahrt. Und vielleicht planen sie beim nächsten Rollerkauf die Sache etwas besser.