Dümmer als die Polizei erlaubt: Unterschiedliche Kennzeichen und viele weitere Ungereimtheiten

6. November 2018 um 08:54 Uhr

Dümmer als die Polizei erlaubt: Unterschiedliche Kennzeichen und viele weitere Ungereimtheiten

Bild: Polizeipräsidium Unterfranken

Die beiden Kollegen im folgenden Fall dürften sich wie Tiefbauarbeiter gefühlt haben. Je tiefer sie gruben, umso mehr “schmutzige Dinge” förderten sie zu Tage. Dümmer als die Polizei erlaubt – das dürfte auf diesen Fall und deren Protagonisten definitiv zutreffen.

Nicht schlecht staunten die Beamten der Verkehrspolizei Aschaffenburg (Bayern), als sie das Kennzeichen eines Fords aus dem Raum Freiburg überprüfen wollten. Es stellte sich die Frage: Welches? Denn vorne wie hinten waren unterschiedliche Kennzeichen angebracht.

Also wurde nicht lange gefackelt und auch nicht darüber gestritten, welches Kennzeichen nun überprüft werden sollte. Die beiden Kollegen waren sich darüber einig das Fahrzeug direkt zu stoppen.

Im Fahrzeug befanden sich zwei Männer im Alter von 28 und 29 Jahren, die laut Polizeibericht der Kollegen nicht sehr helle gewesen sein dürften, oder es mangelte ihnen einfach an einer guten Absprache. Denn beide gaben unterschiedliche Sachverhalte zu den Kennzeichen wie auch zum Reisezweck an.

Bei der Durchsuchung des PKW fanden die Beamten weitere gestohlene Kennzeichen, sowie Betäubungsmittel wie Marihuana und Amphetamine. Jedoch war dies noch nicht alles. Nach einem Drogentest stand fest, dass der 28-Jährige Fahrer unter Drogeneinfluss stand. Zudem wurde auch noch die Frage nach einem Führerschein wahrheitsgemäß verneint.

Zu guter Letzt stellten die Kollegen fest, dass der PKW – wie hätte es sollen anders sein – weder zugelassen noch versichert war. Der Fahrer musste eine erkennungsdienstliche Behandlung und eine Blutentnahme über sich ergehen lassen.

Nach Abschluss der Maßnahmen konnten beide ihre Reise – zu Fuß wohl gemerkt – fortsetzen. Das Fahrzeug wurde sichergestellt und zur Polizei geschleppt.

“Und die Moral von der Geschicht – vertausche deine gestohlenen Kennzeichen nicht”, twitterte das Polizeipräsidium Unterfranken folgerichtig, denn damit hatten die Kollegen den sprichwörtlichen Wink mit dem Zaunpfahl.