Erweiterter Suizid: Polizist und seine Frau tot in Wohnung gefunden

7. November 2018 um 21:00 Uhr

Erweiterter Suizid: Polizist und seine Frau tot in Wohnung gefundenBereits am vergangenen Sonntag ereignete sich im saarländischen Merzig ein Familiendrama. Damit es nicht zu Spekulationen kommt, wollten wir erst das Ermittlungsergebnis abwarten und berichten erst jetzt darüber.

Demnach hatten Verwandte den Polizisten und seine Frau in ihrer Wohnung aufgesucht und die beiden Leichen gefunden. Nachbarn hätten daraufhin gegen 10:15 Uhr die Polizei alarmiert. Zwar gingen die Ermittler gleich von einem Suizid aus, wollten aber erst die Obduktion in der Uniklinik Homburg abwarten.

Das Ergebnis hat nun bestätigt, was die Ermittler bereits geahnt hatten. Demnach hatte der Polizist mit seiner Dienstwaffe erst seine Frau erschossen und dann sich selbst. Es soll familiäre Probleme gegeben haben, die sich wohl am vergangenen Sonntag zuspitzten. Wie heißt, habe die Frau womöglich die Trennung angekündigt.

Die Polizei des Saarlandes bestätigte, dass es sich bei dem Polizisten um einen Mitarbeiter der Verkehrspolizei in Merzig handelte. Nichts habe bislang auf ein solches Familiendrama hingedeutet.

Der 49-jährige Polizist und seine aus Luxemburg stammende 45-jährige Ehefrau hinterlassen mehrere, auch erwachsene, Kinder.

Es ist so traurig, dass der Kollege scheinbar keinen anderen Ausweg mehr wusste, als den erweiterten Suizid.

Wir möchten den Hinterbliebenen und den Kollegen unser Bedauern und unser tiefes Mitgefühl übermitteln. Wir wünschen ihnen viel Kraft in der kommenden Zeit. Sie sind mit ihrer Trauer und Ratlosigkeit nicht alleine!

Aus Rücksicht auf die Trauer der Beteiligten wünschen wir keine Grundsatzdiskussion über den Begriff erweiterter Suizid. Es handelt sich dabei um den polizeilichen Fachbegriff für eine solche Tat und da dies eine Polizeiseite ist, wird diese Terminologie von uns genutzt, auch wenn sie mancher als unpassend erachten mag.

Hinweis:

Wenn du dich traurig oder depressiv fühlst, du keine Lust mehr hast, vielleicht sogar am (Weiter-) Leben, dann wende dich bitte an Freunde oder Bekannte. Rede darüber, denn reden hilft und du fühlst dich nicht so alleine!

Gerade in der Polizei gibt es die Kriseninterventionsteams, die Polizeipsychologen und die Polizeiseelsorge. Letztere unterliegen der Schweigepflicht, so dass du sicher sein kannst, dass das Gespräch – wenn gewünscht – unter vier Augen bleibt.

Ansonsten kannst du auch die Telefonseelsorge oder eine andere Beratungsstelle kostenlos und anonym anrufen. Telefonnummern und Links für Deutschland, Österreich und die Schweiz findest du hier bei uns im Blog.