Gemeiner Hinterhalt: Polizisten unter Vorwand in die Wohnung gelockt und von hinten niedergestochen

14. Dezember 2018 um 14:01

Gemeiner Hinterhalt: Polizisten unter Vorwand in die Wohnung gelockt und von hinten niedergestochenVorgestern am späten Abend wurden zwei Polizisten unter einem Vorwand in eine Wohnung gelockt und dann vom Angreifer von hinten niedergestochen. Beide Polizisten sind nicht mehr dienstfähig, der Angreifer konnte festgenommen werden.

Wie die Polizei in Oranienburg (Brandenburg) mitteilt, war der Notruf gegen 22:23 Uhr eingegangen. Der Anrufer teilte mit, dass sich eine ihm fremde Person angeblich widerrechtlich Zutritt zu seiner Wohnung verschafft habe. Er traue sich nun nicht mehr die Wohnung zu betreten.

Sofort wurde eine Streife zu dem gemeldeten Einbruch entsandt. Der 25-jährige Mitteiler erwartete die Polizisten vor der Tür und nachdem die Beamten die Wohnung betreten hatten, griff der Mitteiler die Polizisten unvermittelt an.

Von hinten stach er mit einem Küchenmesser auf die beiden Polizisten ein. Trotz der Stichverletzungen konnten die beiden Beamten unter Einsatz des Pfefferspray den Mann überwältigen und festnehmen.

Der 25-Jährige, dessen Motiv völlig unklar ist, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vorgeführt, der wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung die Untersuchungshaft anordnete. Der Täter war bislang wegen kleinerer Delikte polizeibekannt.

Die Polizistin und der Polizist wurden in einem Krankenhaus medizinisch versorgt und sind bis auf weiteres nicht dienstfähig. Polizeisprecherin Dörte Röhrs erklärte zum Vorfall:

“Als wir von dem Angriff auf unsere Kollegen erfuhren, waren wir alle zunächst tief betroffen. Dass jemand gezielt Polizisten in eine Falle lockt, um sie vielleicht sogar zu töten, dass ist schon eine neue Stufe der Gewalt.”

Wir senden die besten Genesungswünsche nach Oranienburg und hoffen, dass beide Kollegen wieder vollständig genesen und sie diesen hinterhältigen Angriff gut verarbeitet bekommen.