Polizeischule Ostschweiz: Wie angehende Polizisten lernen, in einer Situation richtig zu reagieren

12. Dezember 2018 um 17:24

Das Einsatztraining und auch das Nachspielen von Situationen, um in der Praxis möglichst keine Fehler zu machen, ist mindestens genauso wichtig wie die Gesetze und Vorschriften zu kennen. Den Polizeiberuf ausüben zu können, selbstsicher zu sein und angemessen zu reagieren, dazu gehört jede Menge Fingerspitzengefühl.

Dies trainieren Polizeischüler (Aspiranten) in der Polizeischule Ostschweiz in Amriswil, wo sie sich ein Jahr lang nicht nur mit häuslicher Gewalt, Rechtsmedizin, polizeilicher Medienarbeit, Strafrecht, Opferhilfegesetz, Unfallfotografie und Kriminaltaktik auseinandersetzen müssen, sondern eben auch in der dortigen Lernarena praktische Übungen bestehen müssen.

Dabei werden Situationen zum Beispiel von Schauspielern des Theater Bilitz nachgespielt, mimen Opfer und Täter und die Polizeischüler müssen ihre theoretisches Wissen richtig anwenden. Die Situationstrainings werden live in das Schulzimmer übertragen, wo sich Lehrer, Vorgesetzte und die anderen Schüler sich die Sache anschauen, bewerten und auch lernen können.

Eine Besprechung folgt dann später, damit die Aspiranten wissen, was gut und was weniger gut war. Schauspieler Roland Lötscher vom Theater, der in einer beispielhaften Auseinandersetzung während einer häuslichen Gewalt den gewalttätigen Ehemann spielt, hatte eine Pistole im Hosenbund nicht sichtbar eingesteckt.

“Früher haben sie die Pistole in meinem Gürtel fast nie gefunden”, erzählt Lötscher. Man merke deutlich, dass die Durchsuchung (Bodycheck) heute einen höheren Stellenwert als früher habe.

Den ganzen Bericht aus der Polizeischule Ostschweiz, der einen interessanten Einblick in die praktische Ausbildung der Polizeischüler gibt, könnt ihr hier nachlesen.