Reh oder Rentier: Geheimnis um Freiburger Rudolph geklärt

24. Dezember 2018 um 08:14 Uhr

Reh oder Rentier: Geheimnis um Freiburger Rudolph geklärtEine weihnachtliche Geschichte trug sich im Advent in Freiburg zu und die Kollegen haben ihren Bericht so schön geschrieben, dass man die Geschichte erfinden müsste, wäre sie nicht so geschehen:

Am Donnerstag 06.12.2018 vermeldete die Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit des PP Freiburg:

“Ob es tatsächlich ein Reh war, wie von einem Zeugen gemeldet, oder nicht doch eher ein Rentier, das am Nikolaustag auf dem Messegelände an der Madison-Allee gesichtet worden war, bleibt ein vorweihnachtliches Geheimnis. Kurz nach 08.00 Uhr war bei der Polizei die Meldung eingegangen, dass sich das vierbeinige Wildtier in das wohl nicht komplett umzäunte Gelände verirrt hatte. Als die Beamten kurze Zeit später eintrafen, war es jedoch verschwunden. Falls es ein normales Reh war, hatte es vermutlich ein Loch nach draußen gefunden. Falls es doch ein Rentier mit roter Nase gewesen sein sollte, dürfte es einfach abgehoben haben und in elegantem Fluge dem Schlitten des Weihnachtsmannes gefolgt sein. wr”

Nachdem dieses junge Reh in fast zweitätigem Rhythmus des Nachts in Wohngebieten und Universitätsbereichen zwischen der Messe Freiburg und Freiburg-Herdern gesichtet und der Polizei per Notruf mitgeteilt worden war stellte es sich in den frühen Morgenstunden des 23.12.2018 der Polizei.

Die letzten Tage konnte es auch durch die eingesetzten Beamten zwar mehrfach gesichtet, aber nie eingefangen werden. So auch am 23.12.2018 gegen 02:00 Uhr als es im Institutsviertel Freiburg-Neuburg herumschlenderte.

Um 04:35 Uhr meldeten dann Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes des Rätsels Lösung:

Das Tier war auf dem Weg zum Freiburger Weihnachtsmarkt. Diesem stattete es einen Besuch ab und lief zielstrebig in den Innenhof des Freiburger Rathauses. Vermutlich um sich über die Sperrzeit zu beschweren, da alle Stände des Marktes noch geschlossen waren.

Hier wurde das Tier vorläufig in einem umzäunten Bereich gesichert und gab bei einer ersten Vernehmung seine Personalien preis: Aus datenschutzrechtlichen Gründen soll hier lediglich verraten werden, dass der Vorname nicht Rudolph lautete.

Sobald der zuständige Mitarbeiter des Forstamtes Freiburg entsprechende Ausrüstung gerichtet hat, wird er das Tier wieder seiner gewohnten Umgebung zuführen und den schnellsten Weg zum Weihnachtsmarkt und dessen Öffnungszeiten (für die Saison 2019) mitteilen. Denn einen Besuch am heutigen letzten Tag wird das Tier vermutlich nicht mehr in Erwägung ziehen.