Silvester: Zusatzdienst und Polenböller

31. Dezember 2018 um 10:41 Uhr

Silvester: Zusatzdienst und PolenböllerSilvester hat bereits vor Wochen schon seine Schatten voraus geworfen, denn schon im Herbst wurden die ersten Transporter illegaler Pyrotechnik in Richtung Deutschland abgefangen. Und noch etwas wurde schon vor Wochen, oder eher Monaten, geplant: Der Silvestereinsatz.

Polenböller

Manch einen interessieren die Regeln nicht, doch manche Regeln sind dafür da, sich vor sich selbst zu schützen. Und gerade, wenn es um Pyrotechnik geht, also das Silvesterfeuerwerk, sollte man zweimal überlegen, was man tut.

Das legal im Handel erhältliche Feuerwerk ist geprüft und wer damit so umgeht, wie es auf dem Beipackzettel steht, der wird auch keine bösen Überraschungen damit erleben. Anders sieht es mit den illegalen Knallkörpern aus. Die können nämlich völlig unvorhergesehen reagieren und sind damit ein Sicherheitsrisiko, durch das schon so mancher verletzt worden ist, im schlimmsten Fall ein Körperteil verlor.

Und so kontrollieren Polizisten schon seit Wochen an den Grenzen nach Deutschland auch, ob illegales Feuerwerk den Weg über die Grenze finden soll. Die Bundespolizei hat regelmäßig solche Sprengmittel sichergestellt und erst gestern gab die Bundespolizei an der deutsch-tschechischen Grenze bekannt, dass umfangreich Feuerwerk eingezogen wurde.

Erschreckend in diesem Zusammenhang ist die Feststellung, dass ausgerechnet diejenigen mit solch illegalem Feuerwerk auffallen, die die Folgen nicht wirklich abschätzen können. Überwiegend sind es Jugendliche und junge Erwachsene, bei denen diese gefährliche Pyrotechnik sichergestellt wurde.

Doch nicht nur an der Grenze schauen Polizisten nach dem Rechten, damit es beim Silvesterfeuerwerk keine böse Überraschung gibt. Selbst wenn die illegalen Böller den Weg über die Grenze geschafft haben sollten, kümmern wir uns darum.

In Hamburg wurden vorgestern illegale Feuerwerkskörper sichergestellt, die in einer Wohnung und in einem Kellerraum eines Mehrfamilienhauses unsachgemäß gelagert wurden. Der Nettowert der sichergestellten Sprengmittel, also die reine Sprengstoffgehalt, wird auf 80 kg beziffert. Es müssen also eine Menge Feuerwerkskörper gewesen sein.

Am besten, ihr besorgt euch nur die geprüften Feuerwerkskörper, dann kann euch nichts passieren. Außer ihr beachtet grundlegende Regeln nicht, wie ebenfalls in Hamburg ein 14-Jähriger, in dessen Hand (wo dieser nicht hingehörte) ein Böller explodierte und durch die Sprengkraft Finger und Handpartien teilamputiert wurden.

Zusatzdienst

Für viele ist Silvester ein Brückentag, besonders, wenn er so günstig liegt wie in diesem Jahr. Manch einer kann es sich aber nicht aussuchen und es gehört zu seinen Aufgaben, gerade dann zu arbeiten, wenn andere ihren Spaß haben.

So werden auch an diesem Silvester wieder viele Polizisten, aber auch Rettungssanitäter und Feuerwehrkameraden den Jahreswechsel im Dienst verbringen.

Die Polizei wird ihre Einsatzstärke hochfahren, doch überwiegend wird die Kräftegestellung nicht an die der vergangenen Jahre heran reichen. So werden zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen rund 5.500 Polizisten den Jahreswechseln im Dienst verbringen, also 3.300 mehr als sonst.

Und es wurde eine Null-Toleranz-Strategie vorgegeben, das bedeutet konkret, dass die Verbotszonen für das Abfeuern von Feuerwerkskörpern ausgeweitet wurden und die Einsatzkräfte die Order haben, früh und konsequent einzuschreiten, es gar nicht erst auf Schlägereien und Randale ankommen zu lassen.

Wir möchten an dieser Stelle alle bitten, sich an die Regeln zu halten. Spaß ja, aber nicht auf Kosten der eigenen Gesundheit oder der Kosten anderer. Haltet euch daran und wir können alle einen schönen Jahreswechsel feiern.

Wir möchten auch ganz besonders allen Einsatzkräften danken, die Silvester und Neujahr im Dienst verbringen. Vielen Dank für euren Dienst, kommt gesund wieder nach Hause!