Vom ausgesetzten Fundhund zu Jack, dem Diensthund

7. Dezember 2018 um 15:08 Uhr

Vom ausgesetzten Fundhund zu Jack, dem DiensthundKürzlich hatten wir euch von dem Welpen Stan Lee auf Granada berichtet, welcher von Polizisten aus den Fängen seines gewalttätigen Herrchens befreit wurde und nun zum Diensthund ausgebildet wird. Etwas ähnliches trug sich auch hierzulande zu und die Geschichte begann schon 2016.

Es war der 4. Dezember, bei eisigen Außentemperaturen, als Polizisten auf einem Gewerbegrundstück in Handewitt (Schleswig-Holstein) einen zehn Wochen jungen Malinoisrüden entdeckten. Der Welpe war ausgesetzt worden und wusste eingesperrt zwischen Europaletten nicht wohin.

Unentdeckt geblieben hätte es für die Fellnase über kurz oder lang den sicheren Tod bedeutet. Die Polizisten nahmen den Fundhund zu sich in den warmen Streifenwagen, wo er sich auf dem Schoss eines der Kollegen erst einmal aufwärmen konnte. Doch da war es bereits um den Kollegen geschehen. Er konnte ihn nicht einfach ins Tierheim bringen und dort sich selbst überlassen.

Nach einigen Telefonaten mit der Leitstelle, dem Tierheim Flensburg und der eigenen Familie nahm der schöne Teil dieser Geschichte seinen Anfang. Der Beamte nahm den Welpen zu sich nach Hause, wo erst einmal bleiben durfte.

Der Polizist hatte selbst einen jungen Hund und während er sich mit dem Welpen befasste, bemerkte er sehr schnell, welches Potential in dem noch jungen Fundhund steckte. Zwar war er ein lieber Familienhund, doch da steckte noch mehr in ihm und der Beamte übergab die Fellnase dem Leiter der Diensthundestaffel der Polizeidirektion Flensburg.

Auch dieser sah in Jack, wie er zwischenzeitlich getauft wurde, viel mehr als einen Schoßhund zum Gassigehen und damit war die Zukunft besiegelt. Jack wird mittlerweile zum Schutzhund ausgebildet und dürfte, wenn er sich weiter so tapfer und clever schlägt, seinen Vorgänger Simba im nächsten Jahr im aktiven Polizeidienst ablösen.

Vom Fundhund zum Diensthund, eine wunderbare Geschichte mit viel ❤️!