Bolidenfahrer im Geschwindigkeitsrausch: Mit Topspeed zur Schrittgeschwindigkeit

24. Januar 2019 um 15:45

Bolidenfahrer im Geschwindigkeitsrausch: Mit Topspeed zur SchrittgeschwindigkeitEinen schlechten Jahresanfang hat ein Bolidenfahrer, der kurz vor dem Jahreswechsel in eine Geschwindigkeitskontrolle geriet und nun Besuch von den Kollegen bekam. Die ganze Geschichte hier im Original:

Mit gemessenen 265 km/h flog ein 612 PS starker AMG Mercedes am Abend des 30.12.2018 über die A 650. Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf maximal zulässige 130 km/h schienen den Raser nicht zu interessieren.

Auch die Tatsache, dass sein Fahrstil um 20:40 Uhr durchaus auch andere Verkehrsteilnehmer hätte gefährden können, war offenbar nachrangig. Womit er nicht gerechnet hatte: neben der Autobahn stand eine hochmoderne Geschwindigkeitsmessanlage der Polizei, die trotz der hohen Geschwindigkeit ein gestochen scharfes Bild fertigte.

Fahrer und Beifahrer sind bestens zu erkennen. Ebenfalls gut zu erkennen ist, dass der Beifahrer während der Hochgeschwindigkeitsfahrt mit dem Handy den Tacho des PS-Boliden filmte, um die enorme Geschwindigkeit zu dokumentieren.

Wer jedoch derartige Verkehrsverstöße begeht und den eigenen Geschwindigkeitsrausch über die Sicherheit des Straßenverkehrs stellt, begeht eine Straftat. Und hier versteht die Polizei keinen Spaß.

Sofort nach Sichtung des Bildmaterials wurde ein Strafverfahren wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens eingeleitet. Denn es ist bereits dann ein Kraftfahrzeugrennen, wenn ein Fahrer allein grob verkehrswidrig und rücksichtslos handelt, um Höchstgeschwindigkeiten zu erreichen.

Fahrer und Beifahrer wurden durch Ermittler der Zentralen Verkehrsdienste der Polizeidirektion Neustadt zeitnah identifiziert. Über Staatsanwaltschaft und Ermittlungsrichter wurde die Beschlagnahmeanordnung für den Führerschein des Fahrers eingeholt.

Der Beifahrer, der noch minderjährige Sohn des Fahrers, wird in 2019 volljährig. Als Mittäter könnte sich der Fahrerlaubniserwerb bei ihm jedoch nun noch deutlich hinauszögern. Und auch sein Vater wird ihn künftig nicht mehr chauffieren können. Denn nach einem Besuch durch die Polizei wurde der Führerschein beschlagnahmt. Er wird nun längere Zeit Fußgänger sein.